Bützow : Badespaß nicht mehr zum Nulltarif

Rund 10 000 Besucher zählte in diesem Jahr das Freibad am Rühner See. Archiv
Rund 10 000 Besucher zählte in diesem Jahr das Freibad am Rühner See. Archiv

Neue Entgeltordnung für die Nutzung des Freibades am Rühner See: Vereine und Einrichtungen, die nicht in Trägerschaft der Stadt sind, sollen künftig für die Nutzung zahlen.

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29. November 2010, 07:30 Uhr

Während Schnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt eher Gedanken an Schlittenpartie und Eislaufen wecken, beschäftigen sich die Stadtvertreter bereits mit der Badesaison im kommenden Jahr. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung geht es um eine neue Entgeltordnung für die Nutzung des städtischen Freibades am Rühner See. Vereine und Einrichtungen, die nicht in Trägerschaft der Stadt sind, sollen künftig für die Nutzung des Freibades zahlen.

Abwechslung in den Trainingsalltag bringen und das schöne Sonnenwetter nutzen - dafür wechselte in den zurückliegenden Jahren schon manche Sportgruppe von der Sporthalle oder vom Sportplatz ins Freibad. Auch Schulen aus Bützow oder der Region nutzen das Areal am Rühner See für die Feriengestaltung. Nicht zuletzt wird dort künftig der Schwimmunterricht durchgeführt. Wenn zum Beispiel die Freie Schule (Lebenshilfe) oder Schulen aus Warnow oder Bernitt dazu nach Bützow kommen, sind dafür die Eintrittsgelder zu entrichten. "Dabei zahlen nicht die Schüler selbst, sondern dies ist Bestandteil der Schulumlage, die die Gemeinden ohnehin trägt", erklärt Hauptamtsleiterin Gabriele Behning. In der Vergangenheit waren Schulen in die Oase nach Güstrow gefahren und mussten auch dort Eintrittspreise berappen. Auch Kindertagesstätte und Vereine müssen künftig Eintrittsgeld entrichten. Nur Einrichtungen in Trägerschaft der Stadt sind davon ausgenommen, z.B. die Grundschule am Schlossplatz. "Damit wird eine Gleichbehandlung zu anderen kommunalen Einrichtungen angestrebt", heißt es in der Beschlussvorlage, für die sich der Amtsausschuss bereits in der vergangenen Woche ausgesprochen hat. Denn mit der bisherigen Regelung erfolgte eine Subventionierung. Heute befasst sich der Finanzausschuss der Stadtvertretung (18 Uhr, Beratungsraum 1 im Rathaus) mit diesem Thema.

Mit der neuen Entgeltordnung werde diese zugleich übersichtlicher, denn zwei Preisgruppen werden gestrichen. Das Angebot von Wochen- und Familienkarten wurde kaum in Anspruch genommen. Lediglich zwei Wochenkarten seien in der abgelaufenen Saison verkauft worden, Familienkarten gar keine. Und das bei knapp 10 000 Besuchern. An der Höhe der Eintrittspreise ändert sich nichts. Die Stadtvertreter entscheiden am Montag, 6. Dezember, abschließend über die neue Entgeltordnung.

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