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Lokales

19. August 2017 | 05:49 Uhr

Bad Kleinen strebt Gütesiegel an

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Bad Kleinen | Eröffnung eines Technikerlebnis-Towers mit Panoramacafé und Einblick in moderne Technologien auf dem alten Mühlengelände, Einrichtung eines Hauses des Gastes und eines Fischerei- und Anglermuseums, Aufbau eines Fährbetriebes, Vergrößerung der Angebotspalette an Unterkünften, wissenschaftliche Veranstaltungen zu dem 1925 im Ort gestorbenen Mathematiker Gottlob Frege - dies sind einige der Ziele, die sich die neu gegründete Tourismusgesellschaft Bad Kleinen (TGB) gesetzt hat. Sie sollen Schritte auf dem Weg zur Erringung des Titels "Staatlich anerkannter Erholungsort" sein. Das Potenzial dafür hat der Ort am Westufer des Schweriner Außensees seit langem - schließlich ist Kleinen schon seit knapp einem Jahrhundert Bad. Nun sollen seine Stärken entwickelt und ausgebaut und Angebote besser vernetzt werden, damit Bad Kleinen den wichtigen Titel erringen kann, der die Eingangstür für die Aufnahme in die Liste der Top-Adressen großer Reiseveranstalter ist.

Bürgermeister Hans Kreher setzt große Erwartungen in die TGB. "Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die touristische Entwicklung durch die übergeordneten Ämter und Behörden nicht in dem Maße vorangebracht wird, wie es notwendig wäre. Deshalb nehmen wir die Sache jetzt selbst in die Hand."

"Unser Ziel ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Bad Kleinen sich bis 2015 zum staatlich anerkannten Erholungsort entwickelt", sagt Dr. Joachim Wegrad, Vorsitzender der Tourismusgesellschaft Bad Kleinen UG, zum Zeitplan. Erreicht werden könne dies nach Wegrads Meinung aber nicht im Alleingang, sondern nur durch die Vernetzung von Aktivitäten, Projekten und Initiativen vieler Partner aus Bad Kleinen und der Region. Dazu zählt er vor allem die Gemeinden am Schweriner Außensee, den Fremdenverkehrsverein und weitere Vereine und Verbände, aber auch Privatinitiativen und -unternehmungen.

Zunächst werde die TGB alle Projekte der Gemeinde mit touristischem Bezug begleiten und koordinieren und weitergehende Vorhaben und Konzepte entwickeln, kündigt Dr. Wegrad an. "Wir wollen zu einem Informations- und Kommunikationszentrum werden, von dem Initiativen für Tourismus, Fremdenverkehr und Freizeit in der Region ausgehen", beschreibt er den Anspruch seiner Förder gesellschaft. Das Geld, das für diese Arbeit benötigt wird, soll aus Projektförderung und Einnahmen aus Dienstleistungen requiriert werden.

Bürgermeister Kreher erläutert das am Beispiel des geplanten Technik erlebnis-Towers: "Wir brauchen Visionen für die Entwicklung des ehemaligen Mühlengeländes. Eine könnte die Einrichtung eines Panoramacafés oben im ehemaligen Silo sein, ähnlich wie in Dömitz." In anderen Etagen könnten Hightech-Unternehmen wie das Schweriner Wasserstoff-Forschungszentrum Hiat Besuchern moderne Technik wie die Brennstoffzellentechnologie näher bringen.

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erstellt am 14.Sep.2010 | 07:05 Uhr

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