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Proteste gegen Tierhaltungsanlagen : Backhaus muss bei Demo Federn lassen

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Mit einer Kissenschlacht haben gestern Mitglieder des BUNDs und mehrerer Bürgerinitiativen gegen die Ansiedlungspolitik bei industriellen Tierhaltungsanlagen in Schwerin protestiert.

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erstellt am 26.Jan.2011 | 08:21 Uhr

Schwerin/Kuppentin | Mit einer Kissenschlacht haben gestern Mitglieder des BUNDs und mehrerer Bürgerinitiativen gegen die Ansiedlungspolitik bei industriellen Tierhaltungsanlagen in Schwerin protestiert. Die Sprecherin der Bürgerinitiative gegen Broilermastanlagen in Gallin-Kuppentin, Gabriele von Fuchs, ist aufgebracht: Trotz eines fehlerhaften Genehmigungsverfahrens sei mit dem Bau der Anlage in Kuppentin mit 170 000 Mastplätzen begonnen worden, kritisiert sie. Eine weitere Anlage in Gallin mit 300 000 Plätzen ist geplant. "Die Politik und Herr Backhaus wollen diese Anlagen, das Genehmigungsverfahren ist nur noch Scheindemokratie", sagt sie und zählt auf, was die Anwälte der BI an dem Verfahren bemängeln: Die Ställe werden zu nah an den Wohnhäusern gebaut, es fehlt ein Brandschutzkonzept, Tourismus oder ökologische Landwirtschaft wurden nicht berücksichtigt. BUND und die BIs haben einen Forderungskatalog an Till Backhaus (SPD) erstellt, in dem sie ihn zum Umsteuern in der Agrarpolitik auffordern. Doch der Landwirtschaftsminister betont: die Genehmigungsbehörden entschieden nach geltendem Recht und führten Umweltverträglichkeitsprüfungen durch. Gabriele von Fuchs überzeugt das nicht. Trotzdem hat sie Backhaus nach Kuppentin eingeladen, damit er sich selbst ein Bild von der Anlage machen kann.

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