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Babelsberger Profi als mutmaßlicher Räuber festgenommen

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erstellt am 19.Apr.2011 | 08:00 Uhr

Tagsüber trainierte er für seinen großen Traum von der Bundesliga-Karriere, nachts soll ein Fußball-Profi des Drittligisten SV Babelsberg mit „äußerster Brutalität“ Spielhallen ausgeraubt haben: In der Nacht von Sonntag auf Montag nahm die Berliner Polizei insgesamt sechs Verdächtige fest, darunter auch den 21 Jahre alten Babelsberger Mittelfeldspieler Süleyman Koc. „Wir wurden von den Ermittlungsbehörden über diesen Schritt informiert“, bestätigte der Babelsberger Geschäftsführer Ralf Hechel. Zu den möglichen arbeitsrechtlichen Konsequenzen für den Profi wollte sich Hechel noch nicht äußern: „Wir warten das Ergebnis der Ermittlungen ab.“

Bei einer Verurteilung drohen bis zu zehn Jahre Haft

Gestern sollten die Verdächtigen dem Haftrichter vorgeführt werden. Bei einer Verurteilung könnten dem Fußballprofi und seinen Mittätern Haftstrafen von bis zu zehn Jahren drohen. Nach Informationen der Märkischen Allgemeinen hieß es aus Polizeikreisen, dass die Beweislast gegen die Bande „erdrückend“ sei. Die vom Boulevard auch als „Machetenbande“ bezeichnete Gruppe soll nach Polizeiangaben bei ihren Überfällen mit „äußerster Brutalität“ vorgegangen sein. Insgesamt hätten die vermeintlichen Täter in den letzten Monaten einen fünfstelligen Betrag erbeutet. Unter anderem habe die Bande Personal der Spielhallen zusammengeschlagen, mit Pfefferspray besprüht und mit Hieb- und Stichwaffen bedroht. Ein Angestellter einer Spielhalle soll mit einem Glas-Aschenbecher geschlagen worden sein.

Trainer Demuth hätte sich mehr Aggressivität gewünscht

In der Nacht zum Montag wurden die Verdächtigen dann geschnappt. Zuvor hatten sie erneut einen Überfall verübt und sich anschließend in einer Wohnung im Berliner Stadtteil Wedding getroffen. Ein mobiles Einsatzkommando der Polizei nahm die Verdächtigen fest. Der Anwalt des beschuldigten Fußballers wollte sich mit Verweis auf ein laufendes Verfahren nicht äußern.

Babelsbergs Trainer Dietmar Demuth reagierte bestürzt auf die Vorwürfe. „Er konnte keinem Menschen etwas zuleide tun“, sagte Demuth dem rbb. Er habe sich manches Mal mehr Aggressivität von K. auf dem Platz gewünscht. Im Umgang sei er zuvorkommend und nett gewesen.

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