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Erleichterung und Frust als Reaktionen : B5: Sperrung gestern wieder aufgehoben

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Die seit Anfang November vergangenen Jahres gegoltene Sperrung der Bundesstraße 5 zwischen Grabow und Ludwigslust für den Lastverkehr über zwölf Tonnen ist seit dem gestrigen Montag erst einmal Geschichte.

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erstellt am 18.Apr.2011 | 03:55 Uhr

Ludwigslust/Hagenow | Die seit Anfang November vergangenen Jahres gegoltene Sperrung der Bundesstraße 5 zwischen Grabow und Ludwigslust für den Lastverkehr über zwölf Tonnen ist seit gestern erst einmal Geschichte. Mitarbeiter des Straßenbauamtes Ludwigslust montierten in der Frühe die Verbotsschilder ab. Dem vorausgegangen war ein dementsprechender Antrag des Landkreises Ludwigslust beim Verkehrsministerium in Schwerin.

Die Sperrung war 2010 notwendig geworden, weil das Bundesland Schleswig-Holstein die B 5 zwischen Lauenburg und Geesthacht für den Schwerlastverkehr gesperrt hatte. So sollte zusätzlicher Verkehr auf den ohnehin bereits stark belasteten Straßen in M-V verhindert werden. Doch als problematisch hatte sich die Sperrung der Bundesstraße insbesondere im Amt Grabow ausgewirkt. Bürgermeister aus betroffenen Gemeinden hatten seither wiederholt über massive Belästigung der Anwohner durch den Lkw-Verkehr auf der Umleitungsstrecke geklagt. Und Proteste in Aussicht gestellt. Sie begrüßen nun die Rücknahme der B 5-Sperrung. Waren skeptisch, ob es überhaupt dazu kommen werde. So wie beispielsweise Martin Pinzer, der Dorfobere in Kremmin. "Natürlich freuen wir uns. Wir haben ja auch lange genug darauf gewartet. Doch mit dem Abbau der Schilder hat sich das Problem an der B 5 ja noch längst nicht erledigt." Besonders in den Abendstunden werde sich nun in Kremmin und anderen betroffenen Orten zeigen, ob die Maßnahme etwa bringe.

"Wir sind mit der Entscheidung nicht einverstanden", bringt es Roswitha Böbel, die Bürgermeisterin von Redefin an der B5 im Namen der in der Initiative Mautumfahrung zusammengeschlossenen Kommunen auf den Punkt. "Das haben wir auch in einem entsprechenden Schreiben an den Landrat und an den Verkehrsminister deutlich gemacht. Unser Fordeungen sind: Tempo 30 für alle, Geschwindigkeitsüberwachungen zur Einhaltung des Tempolimits und Nachtfahrverbot für Lkw."

Ein bislang erhöhtes Lkw-Aufkommen war im Zuge der Streifentätigkeit von den Beamten des Polizeireviers Boizenburg im Bereich der B5 an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein nicht festzustellen, wie gestern von Revierleiter Egon Gruhlich zu erfahren war.

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