zur Navigation springen
Lokales

19. September 2017 | 15:37 Uhr

Azubis: Region bietet Chancen

vom

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2010 | 07:28 Uhr

Schwerin | Zeitenwende auf dem Lehrstellenmarkt: "Die Chancen für Ju gendliche, eine betriebliche Ausbildung zu erhalten, waren noch nie so gut", sagte der Leiter der Schweriner Arbeitsagentur, Helmut Westkamp, gestern bei der traditionellen Bilanz des abgelau fenen Berufsberatungsjahres in Westmecklenburg. Als Ursachen für diese Entwicklung nannte er einerseits zurückgehende Schülerzahlen, andererseits aber auch eine konjunktu relle Belebung. "Früher waren die Ausbildungsplätze ein knappes Gut, heute sind es die Jugendlichen", so Westkamp. Rein rechnerisch kämen schon jetzt auf jeden Bewerber 1,4 Ausbildungsplätze.

Zum 30. September waren im Bereich der Schweriner Arbeitsagentur le dig lich 44 Lehrstellen-Bewerber noch nicht vermittelt. 2268 junge Leute hatten sich auf der Suche nach einem Ausbil dungsplatz bei der Agentur gemeldet, rund 27 Prozen t weniger als im Vorjahr. Um gekehrt wurden der Arbeitsagentur seit Oktober 2009 insgesamt 2807 betrie bliche Ausbildungsstellen angezeigt, rund 17 Prozent mehr als in den zwölf Monaten zuvor. 279 Lehrstellen konnten bis Ende September nicht besetzt werden.

Die 1336 IHK-Ausbildungsunternehmen hätten in diesem Jahr mit 1358 Ausbildungsverträgen genau so viele Verträge abgeschlossen wie zum Ausbildungsstart 2009, berichtete der Leiter des Geschäftsbereiches Aus- und Weiterbildung der Schweriner Indu strie- und Handelskammer, Peter Todt. In dieser Zahl spiegele sich die positive Wirtschaftserwartung der Firmen wider. Sie sei aber auch ein deutliches Zeichen für einen erkennbaren Fachkräftebedarf in den kommenden Jahren. Die meisten Ausbildungsverträge habe es in den Bereichen Handel, Gastgewerbe und Lagerlogistik gegeben, so Todt.

Bei der Handwerkskammer Schwerin seien für 2010 bisher insgesamt 748 Ausbildungsverträge, davon 676 für betriebliche Ausbildungsverhältnisse, abgeschlossen worden, schilderte Karin Klehr, Abteilungsleiterin für Berufsberatung und Prüfungswesen. Ende September seien noch 221 freie Stellen insbesondere in den Berufen Elektroniker, Metallbauer, Kfz-Mechatroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk gezählt worden. Nach wie vor klagten Ausbildungsbetriebe über Defizite bei vielen Bewerbern, sowohl im Hinblick auf die schu lischen Leistungen als auf das soziale Verhalten, so Klehr.

Um die Zukunftsfähigkeit der Region zu sichern, müssten alle Potenziale an ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen jungen Leuten erschlossen werden, betonte Arbeitsagentur-Chef Westkamp.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen