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Lokales

22. Oktober 2017 | 01:24 Uhr

Azubis malern den Gustav-Adolf-Saal

vom

svz.de von
erstellt am 07.Apr.2011 | 07:12 Uhr

Östliche Altstadt | Junge Leute für junge Leute ist ein treffendes Motto für eine Kooperation zwischen der evangelischen Jugendkirche der Hansestadt Rostock und der Berufsbildungsstätte Start GmbH aus Güstrow. Die Berufsschüler unter Leitung von Ausbilder Wolfgang Bannier malern als Projektarbeit derzeit 600 Quadratmeter der Wände des historischen Gustav-Adolf-Saales von St. Petri an. Das ist der Sitz der Jugendkirche, in der sich Jugendliche selbst entfalten und sich engagieren können. Bis zum vergangenen Jahr war der Saal kalt und sanierungsbedürftig. Durch eine Spende von 35 000 Euro von der Jahresköste kam das Sanierungsvorhaben in Gang. Dabei entstand die Idee für eine Kooperation zwischen der Jugendkirche und der Beruflichen Schule für Bautechnik. Die Idee wird jetzt von den Güstrowern umgesetzt. "Um solche Aufgabe übernehmen zu dürfen, müssen die Handwerkskammern ihre Freigabe erteilen", sagt der Ausbilder. Die Projektarbeit gliedert sich in Entwürfe, das Entfernen der alten Farbreste und das Ausbessern der Flächen bis hin zum Malern des unter denkmalsgeschützten Bereiches. Im Vorfeld gab es Absprachen mit Restaurator Marcus Mannewitz und Architektin Sabine Herbert. "Bei dieser Bemalung handelt es sich um einen Kalkfarbanstrich, den man heute selten einsetzt", so Bannier. "Das ist für uns spannend, einmal im Denkmalschutzbereich zu arbeiten", sagt Eric Bockris (23) aus dem dritten Lehrjahr. "Ich finde diese Tätigkeit im Vergleich zu anderen sehr abwechslungsreich", ergänzt André Lisch (23). Damit die angehenden Maler und Lackierer auch ordentlich arbeiten können, hat die Gerüstbaufirma von Friedrich Niemann ein Gerüst gestellt.

Ursprünglich sollte ein Teil der Wand des Gustav-Adolf-Saales farblich abgesetzt werden, aber letztlich entschieden sich alle für das Weiß. "Dadurch bekommen wir bei der Lichtgestaltung größere Möglichkeiten", sagt Diakon René Borowski, der mit seinem Kollegen Andreas Braun bei der Jugendkirche arbeitet. "Wir sind den Schülern sehr dankbar für ihren Einsatz", sagt Borowski. Damit haben die Schüler einen Wert von etwa 10 000 Euro erbracht. "Wenn ihr einmal Kinder habt, könnt ihr mit ihnen herkommen und ihnen erzählen, dass ihr die Wände gemalert habt", sagt Borowski. "Das wird in den nächsten 40 Jahren nicht noch einmal geschehen", sagt er. Im Laufe des Baus ist die Idee mit der Fußbodenheizung verworfen worden, weil das zu uneffektiv ist. Jetzt gibt es Heizkörper an den Wänden.

Die Azubis und ihr Ausbilder werden zur Einweihung Ende Juni geladen, kündigt Andreas Braun an.

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