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Beteiligung an europaweiter Ausschreibung für Areal „Baustraße“ vorgesehen : AWG will in der City und Südstadt bauen

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Für die AWG Güstrow fängt das neue Jahr mit einem großen Vorhaben an. Denn wenn in die Ausschreibung für das ehemals Hotel Sonne erfolgt, wird sich die Genossenschaft daran beteiligen.

svz.de von
erstellt am 03.Jan.2011 | 10:49 Uhr

Güstrow | "Wir haben klare Ziele, was wir ab diesem Jahr bauen würden, wenn wir hoffentlich den Zuschlag bekommen", sagt Vorstandsvorsitzender Norbert Karsten. Das ehemalige Hotel in sehr guter City-Lage sowie weitere Gebäude sind inzwischen abgerissen. Die Stadt Güstrow will aus einem Schandfleck ein Schmuckstück machen. Dazu schrieb sie einen Architektenwettbewerb aus. Jetzt wird für die Pläne ein Investor gesucht.

"Die AWG würde vorwiegend 50 altersgerechte Wohnungen bauen", erläutert Vorstandsmitglied Brigitte Kornmesser. Die Pläne sehen vier Häuser vor. In der ehemaligen "Sonne" soll ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet werden. Es folgen ein Gebäude in der Armesünderstraße mit Wohnungen und einer Begegnungsstätte und an der Ecke Schnoienstraße ein Haus mit Wohnungen und Räumen für Ärzte bzw. eine Tagespflege. Daneben mit Blick zur historischen Stadtmauer ist ein Gebäude mit Wohnungen für junge Leute vorgesehen. "Sonnabend werden wir im Vorstand in Klausur gehen und uns noch einmal mit unserem Angebot beschäftigen", so Karsten.

Er verhehlt nicht, dass das Vorhaben, das sieben Millionen Euro kostet, für die AWG eine große Herausforderung in ihrer in diesem Jahr 55-jährigen Geschichte ist. Realisieren will die AWG alles in drei Jahresscheiben. Das Projekt ist ein weiterer Beitrag des Wohnungsunternehmens für die Sanierung der Innenstadt.

Eine weitere Million will die Genossenschaft in der August-Bebel-Straße 20 realisieren. Aus zehn Wohnungen sollen wegen der starken Nachfrage 15 altersgerechte Wohnungen werden, ähnlich wie in der Nummer 25. "Hier sind wir mit zwei Mietern im Gespräch, die dort noch wohnen. Das ist aber nicht so einfach", erklärt Brigitte Kornmesser.

Das gilt ebenfalls für die Werner-Seelenbinder-Straße. Hier will die AWG 2012 100 Wohnungen abreißen. Auch das wolle man langfristig mit denjenigen, die dort noch wohnen, besprechen, so Kornmesser. Karsten: "Wegen des Bevölkerungsrückgangs ist die Nachfrage nach Plattenbau-Wohnungen weiter gesunken." 180 Wohnungen hat die Genossenschaft bereits zurückgebaut. Das Problem dabei: Sie muss weiter fast eine Million Altschulden bedienen. Karsten: "Wir kämpfen im Gesamtverband der deutschen Wohnungswirtschaft darum, dass wenigsten die Altschulden für die abgerissenen Häusern erlassen werden."

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