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Lokales

13. Dezember 2017 | 16:13 Uhr

Oldtimer : Autos erzählen aus der Vergangenheit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Motorgeräusche und Benzingeruch: 5. Oldtimer- und Teilemarkt in der Hanse Messe lockt Technik-Fans und Sammler

svz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Wolfgang Heckmann hat eine große Leidenschaft: Er sammelt Skoda Octavias. Aber nicht irgendwelche, sondern solche, die mindestens 25 Jahre auf dem Buckel haben. Beim 5. Oldtimer- und Teilemarkt, der am vergangenen Wochenende in der Hanse Messe in Schmarl veranstaltet wurde, hat er ein ganz besonderes Exemplar mitgebracht: seinen Skoda Octavia aus dem Jahr 1962. „Das ist eine echte Familienkutsche. Mein Opa fuhr damals den Wagen“, erzählt er. „Das Auto geriet in Vergessenheit. Als junger Mann wollte ich etwas anderes fahren. Doch als ich älter wurde, habe ich mir den alten Octavia gekauft und aufgepeppelt.“ Mittlerweile gehören rund 15 Fahrzeuge zum Fuhrpark von Wolfgang Heckmann. „Das sind alles Skoda Octavias aus den Jahren 1961 bis 1989. Die Autos stehen alle gut behütet in einer großen Scheune.“

Mit seiner Sammelleidenschaft steht Wolfgang Heckmann aber nicht alleine da. Er ist Mitglied des Vereins IG Oldtimer Mecklenburg. Der Verein hat sich 2002 aus einer Interessengemeinschaft heraus gegründet. „Wir sind rund 40 Oldtimer-Fans“, sagt der Vorsitzende Axel Röske. Er selber sei auch im Besitz eines Klassikers. Sein Goldstück ist ein MGB aus dem Jahr 1971. „Ich habe den Wagen seit elf Jahren. Ich habe ihn neu lackiert, Kleinteile ausgewechselt und das Dach erneuert“, verrät er. Das Auto habe er einem Sammler aus Nienburg abgekauft. Dieser habe den Wagen bei einer Tour durch Amerika in New Mexico entdeckt. „Der MGB hat ihm so gut gefallen, dass er ihn mit nach Hause genommen hat. Irgendwann musste er sich von dem Fahrzeug trennen und ich habe die Chance ergriffen und den roten Flitzer ergattert.“

Doch nicht nur vier-, sondern auch zweirädrige Raritäten wurden auf dem Oldtimer- und Teilemarkt zur Schau gestellt. Mit dabei waren unter anderem die Leichtmotorräder von Manfred Krenz. Der Ingenieur fahndet seit Anfang der 70er-Jahre nach interessanten Modellen. Schon bei der ersten Motorradrallye auf dem Rostocker Ulmenmarkt war er dabei. Viele Räder habe er als Schrott gekauft und sie nach und nach restauriert. Besonders stolz sei er auf ein Herren- und Damenmodell von NSU-Rädern aus den Jahren 1938 und 1939. „Die Abkürzung NSU steht für Neckarsulmer Fahrzeugwerke. Zum Zeitpunkt ihrer Markteinführung haben die Räder 290 Reichsmark gekostet.“ Noch ältere Motorräder haben es Uwe Schumacher angetan. Er sammelt nur Modelle, die noch vor 1930 produziert worden sind. „Das sind für mich richtige Oldtimer“, sagt er.

Dabei sind laut gesetzlicher Verordnung alle Fahrzeuge Oldtimer, die 30 Jahre und älter sind. „Der Oldtimerstatus wird ausgerufen, wenn ein erhaltenswerter Originalzustand erkennbar ist. Oldtimer erkennt man auch daran, dass sie im Kennzeichen am Ende den Buchstaben H stehen haben. Das H steht für Historik“, so Axel Röske.

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