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Lokales

17. Oktober 2017 | 11:37 Uhr

Autofahrt endet im Haus

vom

svz.de von
erstellt am 03.Jun.2011 | 12:26 Uhr

Wittenberge | "Ich saß gerade auf der Couch und habe fern gesehen, plötzlich krachte es und der Fernseher fiel aus der Schrankwand." Noch immer leicht schockiert erzählt Renate Löther, was sich am frühen Mittwochnachmittag in ihrem Vorgarten abgespielt hat. "Als ich zur Tür hinaus gegangen bin, habe ich das schwer beschädigte Auto gesehen und den Riss in meiner Hauswand."

Gegen 14.20 Uhr verliert der Fahrer eines Ford Focus aus dem Raum Bitterfeld, der auf der B 189 in Richtung Wittenberge unterwegs ist, kurz vor der Waldhausstraße die Kontrolle über sein Fahrzeug. Den Reifenspuren zufolge kommt er zuerst nach links in den Gegenverkehr und schließlich nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbricht den Zaun zum Grundstück von Familie Löther im Kiefernweg und rammt die Hauswand. Das Auto bleibt schließlich entgegen der Fahrtrichtung stehen.

Notarzt und Rettungswagen sind schnell vor Ort, befreien den 28-Jährigen aus seinem Fahrzeug und bringen ihn mit Verdacht auf Beckenbruch ins Krankenhaus.

Eine Blutprobe der Polizei konnte den Anfangsverdacht, der Fahrer sei unter Alkoholeinfluss gefahren, nicht bestätigen.

Angesichts des Risses im Haus, der durch den heftigen Aufprall verursacht wurde und vom Boden bis zum Dach reicht, rückt auch der Rüstwagen der Wittenberger Feuerwehr zum Einsatzort nach, um bei Bedarf Wände oder Decken abstützen zu können. Ein Statiker des Landkreises gibt aber nach kurzer Zeit Entwarnung: Das Haus ist nicht einsturzgefährdet.

Ein schwacher Trost für Renate Löther. "Zwei Wände müssen nach erster Einschätzung des Gutachters erneuert werden", sagt sie und meint lakonisch: "Bevor die Leitplanken hier gebaut wurden, haben wir mehrere Autos im Vorgarten stehen gehabt. Unser Haus gerammt hat aber noch keiner."

Um auch die Schussfahrt des jungen Mannes am Mittwoch zu verhindern, hätten die Leitplanken allerdings 50 Meter weiter in Richtung Perleberg reichen müssen. Die B 189 war für die Rettungsarbeiten bis 15 Uhr voll gesperrt.


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