zur Navigation springen
Lokales

17. November 2017 | 20:38 Uhr

Autobahnzubringer wird 2012 ausgebaut

vom

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2010 | 08:06 Uhr

Schwerin | Die Vorbereitungen für den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 321 von Schwerin nach Raben Steinfeld haben die Endphase erreicht. Die detaillierten Planungsunterlagen befinden sich derzeit zur Genehmigung im Bundesverkehrsministerium. Im nächsten Jahr soll das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden, für 2012 ist der Baubeginn vorgesehen.

Die Strecke ist das letzte zurzeit noch zweispurige Teilstück der B 321 zwischen Schwerin und der Autobahn A 14. Vor allem im Berufsverkehr kommt es an dieser Stelle immer wieder zu langen Staus in beiden Richtungen. Der vierstreifige Ausbau des so genannten Autobahnzubringers Schwerin-Ost von der Einmündung Plater Straße bis zum Störkanal war bereits vor Jahren im Bundesverkehrswegeplan als "vordringlicher Bedarf" eingestuft worden, hatte sich indes immer wieder verzögert. Angesichts des äußerst schwierigen Baugrundes war es immer wieder zum Streit mit dem Bund über die Kosten gekommen, mehrfach wurden alternative Lösungsvorschläge für den Bau eingefordert. Diese Meinungsverschiedenheiten sind jetzt ausgeräumt, die nachge besserten Planungsunterlagen des Straßenbauamtes Schwerin werden seit zwei Monaten in der Bundesbehörde geprüft.

"Wegen des schlechten Baugrundes ist der Ausbau dieses rund zwei Kilometer langen Abschnitts sehr kostenintensiv, abschnittsweise muss der Boden durch Kiessäulen verdichtet und teilweise auch ausgetauscht werden", erläuterte Julia Hasse, Sprecherin des Verkehrsministeriums, die Hintergründe. Vor allem mehrere so genannte Moorlinsen hätten den Planern zu schafften gemacht. So sei unter anderem im Knoten der B 321 mit der Lomonossowstraße und dem Abzweig nach Mueß der Bau einer so genannten Moorbrücke erforderlich, das heißt, dort werde der Straßenkörper auf einer Platte geführt, die über Pfähle tiefgegründet ist.

Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf knapp 21 Millionen Euro. Den Löwenanteil davon, rund 19,5 Millionen Euro, übernimmt der Bund. Die Landeshauptstadt muss sich mit gut 800 000 Euro am Ausbau beteiligen, etwa für Straßenbeleuchtung, Gehwege und Außenanlagen im Stadtgebiet. Die Stadtwerke Schwerin werden rund 400 000 Euro in die Verlegung beziehungsweise Erneuerung von Versorgungsleitungen investieren.

Eingeschlossen in die Baumaßnahme sind zudem der Abriss der Consrader Brücke und der Ersatzneubau sowie die Errichtung von Lärmschutzwänden. Unklar ist derzeit nur noch, ob ein neuer Radweg direkt neben der Bundesstraße gebaut oder weiter die Alte Crivitzer Landstraße von Radlern genutzt wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen