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Ausnahmezustand in Bützow: Polizei sucht Bankräuber

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erstellt am 05.Mai.2010 | 09:16 Uhr

Bützow | Ein bewaffneter Mann hat gestern Vormittag eine Bank am Bützower Forsthof überfallen. Eine groß angelegte Suchaktion nach dem Räuber blieb ohne Erfolg.

Ausnahmezustand gestern in Bützow. Polizisten kontrollieren an Zufahrtstraßen Autos, die die Stadt verlassen wollen. Gefahndet wird nach einem jungen Mann - geschätzt 23 bis 25 Jahre alt -, der eine blaue Reisetasche bei sich tragen soll. Damit hatte der Räuber gegen 11.10 Uhr die kleine Filiale der Volks- und Raiffeisenbank am Bützower Forsthof betreten.

"Eine Passantin - eine ältere Frau - beobachtete, dass kurz nachdem der Mann in die Filiale ging, die Eingangstür und die Jalousien verschlossen wurden", erzählt Polizeisprecher Volker Werner. Die Zeugin verständigt die Polizei. Die trifft etwa drei Minuten später ein. Da sei der Mann aber bereits geflüchtet, in der blauen Reisetasche das erbeutete Geld bei sich.

Täter bedroht Angestellte mit Waffe

Schrecksekunden zuvor in der Bank. Der Täter soll sich zur Maskierung ein Tuch vor den Mund gezogen haben. Er trug außerdem eine Brille. "Er hatte eine Pistole oder zumindest einen pistolenähnlichen Gegenstand bei sich", sagt Polizeisprecherin Yvonne Burand.

Damit bedroht er die beiden Angestellten der Bank, die sich zu diesem Zeitpunkt im Schalterraum der VR-Filiale aufhalten. Kunden sind nicht dort. Die Mitarbeiter übergeben dem Täter "einige tausend Euro" Bargeld.

Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes in Bützow werden nach dem Überfall angefordert. "Eine reine Vorsichtsmaßnahme. Verletzt wurde niemand", sagt Volker Werner. Alle verfügbaren Streifenwagen aus umliegenden Polizeistationen werden nach Bützow beordert. Der Räuber soll laut Zeugenaussagen zu Fuß geflüchtet sein. In welche Richtung, darüber gibt es nur vage Angaben. "Der eine sagt rechts, der andere links rum", erzählt ein Polizist. 16 Streifenwagen-Besatzungen suchen die gesamte Stadt nach dem Räuber ab, Autos werden angehalten und nach Personen, die zur Beschreibung passen, gesucht.

Der Bankräuber soll etwa 1,65 Meter groß sein, schlank, bekleidet mit einem schwarzen Kapuzen-Shirt und einer dunklen Hose mit hellen Streifen. Ein Spürhund kommt zum Einsatz. Ein Polizei-Hubschrauber kreist über der Stadt.

Zwei Stunden nach dem Überfall wird die Suche eingestellt. "Die Fahndung läuft weiter", sagt Polizeisprecher Volker Werner. Die Kripo ermittelt vor Ort und befragt Zeugen. "Wir gehen allen Hinweisen nach", so Werner.

Dritter Überfall binnen zwei Wochen

Auffällig: Wieder handelt es sich um eine VR-Bank-Filliale. Am 23. April gab es einen Überfall auf die Schwaaner Außenstelle. In der Nacht wurde dort der Geldautomat der Bank mit einem unbekannten Sprengstoffgemisch gewaltsam geöffnet und Bargeld entwendet. Anwohner hörten den Knall und sahen zwei Täter mit einem dunklen Pkw wegfahren. An diesem Montag hatten sich Täter die Bank in Kavelstorf als Ziel gesucht und dort mit einem Gasgemisch den Geldautomaten gesprengt. Es gelang nicht, den Tresor zu knacken. Einen Zusammenhang mit dem Überfall gestern in Bützow sieht die Polizei nicht.

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