Ausgelassene Jubiläumsregatta

Zum 20. Mal herrschte am Wochenende Ausnahmezustand zwischen Hubbrücke und Schleuse: Bei der diesjährigen Badewannenrallye sorgten die Besatzungen der 32 selbst gebauten Boote für spannende Rennen und spektakuläre Wasserschlachten.

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13. Juli 2009, 12:35 Uhr

Plau am See | 17,5 Grad Wassertemperatur hielten die Besatzungen der 32 selbst gebauten Boote nicht ab, sich am Sonnabend bei der 20. Badewannenrallye turbulente Wasserschlachten und spannende Wettrennen zu liefern. Zur Jubiläumsveranstaltung waren nicht nur viele Plauer mit ihren fantasievollen Gefährten gekommen, auch aus Berlin und sogar Budapest gingen Wasserratten mit aufwändig geschmückten und abenteuerlichen Booten an den Start.

Zufrieden über die große Beteiligung war die Präsidentin des Badewannenvereins, Katrin Weber: "Ich will Wasserschlachten sehen. Ich will Spaß sehen", sagte sie, während sie unter dem Jubel der Zuschauer Teilnehmer-Medaillen an der Zielgeraden verteilte. Und den bekam sie zu sehen: Beim erstmalig stattfindenden Festumzug am Sonntag, beim abendlichen Badewannenball im Festzelt und bei der Misswahl. "Miss Badewanne 2009" wurde Katja Grochowski (18) aus Malchow. Den Titel "Mister Badewanne" entführte Christian Bruhn (22) in die Kreisstadt.

Hauptattraktion für die Zuschauer war jedoch das Rennen am Sonnabendnachmittag, als die Aufsehen erregenden Boote die Elde hinunter schipperten und zum Beispiel den Einmarsch Napoleons in Moskau nachstellten. Die Witziner Familie Birkholz ging dazu mit zwei Flößen an den Start: Vorne fuhr die imposante Moskauer Festung, die unter dem Beschuss der Kanonen von Napoleons mit Birkenstämmen ausstaffierten Gefährt auf der Strecke langsam unter Rauchschwaden zusammen fiel. Über den zweiten Platz konnte sich die Moskauer Badewanne freuen, die Eroberer über Platz drei. "Den Gesamtsieg gönnen wir in diesem Jahr anderen", scherzte Kapitän Stephan Buchholz.

"Viele Mannschaften haben sich im Jubiläumsjahr besonders tolle Sachen einfallen lassen. Die Stimmung ist einmalig", sagte Katrin Weber. Jubel, Klatschen und Anfeuerungsrufe waren entlang der 579 Meter langen Strecke zu hören. "Das immer wieder beeindruckend" schwärmte die Passowerin Berenice Butzke am Rand der Strecke.

Auch für Teams, die sich selbst nicht zu den Favoriten zählten, war die diesjährige Badewannenrallye ein Erfolg. Die Mannschaft der "Finanzspritze", ein achtköpfiges Team von Mitarbeitern des Klinikums Plau, bekam wieder einen Treuepreis. "Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Es geht schließlich um den Spaß an der Sache", resümierte Wiebke Farwick.

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