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17. HGV-Messe: Veranstalter mit dem Verlauf zufrieden : Ausbildungsplätze im Messeangebot

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Als einen Erfolg wertete der Leiter der 17. HGV-Messe, André Klüner, den Verlauf der drei Schautage. Insgesamt 85 Betriebe und Unternehmen zeigten eine breitgefächerte Palette von Handel, Gewerbe und Dienstleistungen.

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erstellt am 17.Apr.2011 | 08:39 Uhr

Ludwigslust | Als einen Erfolg mit Zuwachszahlen wertete der Leiter der 17. HGV-Messe, André Klüner aus Techentin, den Verlauf der drei Schautage in und vor der Sporthalle an der Techentiner Straße. Insgesamt 85 Betriebe und Unternehmen zeigten eine breitgefächerte Palette von Handel, Gewerbe und Dienstleistungen. Dazu präsentierten sich Verbände, Vereine und Institutionen der Region auf der Messe des Handels- und Gewerbevereins Ludwigslust e.V.. "Die Messe war wieder ein großer Erfolg."

Für die Zukunft von Handel und Gewerbe skizzierte der Bezirksschornsteinfeger allerdings ein düsteres Bild: "Ich befürchte Schlimmes, wenn die Altgesellen weg sind." Nach seiner Auffassung sind die heutigen Altgesellen in gut fünf Jahren in Rente, dann könnte die derzeitig anhaltende Abwanderung von jungen Arbeitskräften sich sogar bis hin zu katastrophalen Folgen ausgewirkt haben. Aus HGV-Sicht sind die Autobahnanbindung an die zukünftige A 14, eine ICE-geeigneter Bahnhof Ludwigslust, die Steigerung der Attraktivität des Städtedreiecks als Wohn- und Arbeitsort und eine verbesserte Vermarktung von Gewerbeflächen für Neuansiedelungen unverzichtbar.

Vielleicht sind diese beschriebenen Erfordernisse Realität, wenn die Jungen und Mädchen aus dem Ludwigsluster Kindergarten "Parkviertel" in die Ausbildung gehen. Gestern unterhielten sie auf der Messebühne mit Liedern, Tänzen und Gedichten. Jörn Mielke schaute mit Lebensgefährtin Daniela Steidler und den Töchtern Luisa und Leni zu. Mielke hat seinen Firmensitz in Ludwigslust, lebt auch mit der Familie in der Lindenstadt. Gearbeitet wird unter der Woche überall dort, wo er gebraucht wird.

Ingelore Lüders ist Inhaberin eines Autohauses in Techentin. Das andere Standbein des Lüders-Unternehmen ist Ehemann Peter, ebenfalls Autohaus-Inhaber. Der Markt ist hart umkämpft, weiß die Geschäftsfrau, deshalb wird nach 20 Jahren mit Auszubildenden, diesmal kein Lehrling eingestellt. Und, so Peter Lüders, es mangle an Schulabgängern mit ausreichenden Grundkenntnissen für das Berufsfeld. Im Dachdeckerbetrieb von Dennis Spehr aus Lübz wird zumindest ein Lehrling beschäftigt. "Wir müssen uns mächtig bewegen, damit Arbeit und Gehalt für 15 Mitarbeiter monatlich zusammenkommt", war von diesem Stand zu hören. Andere Töne kamen vom Stand der Neu Kalisser Spezialpapier GmbH. Dort werden Auszubildende gesucht und Studienplätze geboten, informierte der 23-jährige Ingenieur Tore Reimer. Die junge Führungskraft ist vor Jahren mit den Eltern von Schlesig-Holstein nach Ludwigslust gezogen. Dort ist er groß geworden und wohnt nun in Heiddorf, nah am Arbeitsort. Sein Tipp für junge Leute: "Sich bilden und nach Arbeit umsehen, die gibt es nämlich durchaus. Und erst recht in der Papierfabrik."

Auf der Messe war Stefanie Galle unterwegs. Die junge Ludwigslusterin ging dort auf Jobsuche. Am Stand der Schnellreinigung Mergel informierte sich Galle über professionelle Bügeltechniken, fragte nach einem Arbeitsplatz. Denn diese Tätigkeit, könnte sich die junge Arbeitssuchende durchaus vorstellen. An ihrem Wohnort fand Anja Rosin eine Lehrstelle bei "Bequemschuh" in der Lindenstadt. Bald im Abschlussjahr angekommen, und kundig im Umgang mit Kunden, fragte sie Freitag immer wieder: "Kann ich helfen?" Und alle Frauen wissen: Zum Frühjahr und bei Schuhen und Mode, da kommt Hilfe immer gerade zur rechten Zeit.

Zur Schau die Show: Von der HGV-Bühne wurden unterhaltsame Stunden geboten. Die "Lulu-Brass-Band", die "Dömitzer Elbmusikanten, die "Rock-Pop-Schmiede" aus Göhlen, der Fanfarenzug Ludwigslust und die "Rehkids" sorgten für muskalische Leckerbissen gleich neben den kulinarischen Angeboten. Die Feuerwehrleute der Stadt demonstrierten die Rettung einer Person aus einem verunglückten Fahrzeug. Applaus erhielten sie alle, wie auch "DJ Andreas Z.", der zum Ausklang mit den "Golden Eys" vom Techentiner Carnevals-Club das Messepublikum bestens unterhielt.

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