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Lokales

18. November 2017 | 13:19 Uhr

Aus Putlitz wurde wieder Vuuvlitz

vom

svz.de von
erstellt am 25.Jul.2011 | 07:37 Uhr

Putlitz | "Wir fahren eigentlich fast jedes Jahr zur Vuuv, waren schon oft dabei", sagt Luca aus Telschow-Weitgendorf. Als Einwohner des Amtes Putlitz-Berge kamen sie sowie ihre Freundinnen Sarah und Gina in den Genuss des vergünstigten Eintritts fürs Festival. "Sonst ist ja hier nicht so viel los. Und die Vuuv macht richtig Spaß", sagen die jungen Mädchen. Und sie sind nur drei von vielen aus der Region, die sich in diesem Jahr vom Wetter nicht abschrecken ließen, auf das Vuuv-Gelände am Hülsebecker Damm kamen. "Die 1500 Eintrittsbänder, die der Veranstalter wie eigentlich jedes Jahr für die Putlitzer zum Sonderpreis bereit gestellt hatte, reichten nicht aus, es mussten noch welche nachgeordert werden", erklärt Putlitz Bürgermeister Bernd Dannemann. Und er fügt lächelnd hinzu.: "Einige nennen uns ja auch schon Vuuvlitz statt Putlitz."

Die Vuuv 2011 ist Geschichte. Es war das 20. Goa- und Trance-Festival für Veranstalter Peter Weigert, das 11. davon in Putlitz. Zwar meinte es das Wetter in diesem Jahr nicht gerade gut. "Der Freitag ging als Aufbautag komplett unter, wir kamen nicht auf die Wiese, haben die Lkw am Wegrand entladen", beschreibt Weigert. Und sicher seien wegen der feuchten Kühle auch nur rund 4500 Besucher gekommen. Aber Weigert sieht dennoch eine Fortsetzung der Vuuv 2012 in der Gänsestadt. "Die Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort und den Bürgern ist einmalig, das möchte ich jetzt nicht mehr missen", bekundet Weigert. Und außerdem sei das diesjährige Festivalgelände am Hülsebecker Damm "eines der schönsten in den 20 Jahren, die ich das Festival jetzt mache".

Es ist nicht nur schön, sondern liegt offenkundig auch günstig. "Allein die Mischung aus Fläche und Wald, da war die Geräuschbelästigung für die Stadt im Vergleich zu anderen Jahren relativ gering", schätzt Dannemann ein. Peter Jonel, Ordnungsamtsleiter des Amtes Putlitz-Berge, bestätigt das. "Ich habe das erste Mal selbst für die Ordnungsbehörde gegengemessen, die Limits der Vuuv wurden alle eingehalten, da kann man zufrieden sein", resümiert er. Überhaupt habe das Zusammenspiel aller Partner, also auch der Polizei, der Rettungskräfte und weiterer Helfer "erstaunlich gut funktioniert".

Die Prignitzer Polizei war während der Einsatzzeit, die gestern noch andauerte, mit rund 100 Beamten im Dienst. "In diese Zahl fallen aber nicht nur die Beamten an der Kontrollstelle am Hülsebecker Damm, sondern auch Kräfte, die für den technischen Bereich und für die Versorgung zuständig waren", erklärt Polizeisprecherin Bianca Krege. Besondere Vorkommnisse seien nicht verzeichnet worden. Bis gestern Mittag nahmen die Beamten insgesamt 65 Anzeigen im Rahmen der Vuuv auf. In 25 Fällen davon ging es um Kraftfahrer, die unter Einwirkung von Drogen standen, eine Anzeige gab es wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss, 29 wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln und drei wegen Handels damit.

Für Dannemann ist das keine Aufsehen erregende Bilanz. "Bei der Vuuv stand ganz eindeutig die Freude an Tanz, Musik und Geselligkeit im Vordergrund", ist er überzeugt. Zur Geselligkeit zählte auf jeden Fall auch wieder das Fußballspiel der alten Herren aus Putlitz gegen eine Mannschaft der Vuuv-Crew. Zum nun schon dritten Mal gewannen die Festival-Leute. Das tat der guten Laune auf dem Platz aber keinen Abbruch.

Spätestens im August rechnet Dannemann mit der Benachrichtigung des Veranstalters, ob es auch 2012 eine Vuuv in Putlitz geben wird.

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