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Lokales

15. Dezember 2017 | 22:49 Uhr

Aus für Brinckman-Treff

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erstellt am 06.Mai.2010 | 09:02 Uhr

Brinckmansdorf | Das Schicksal des Jugendclubs Brinckman-Treff ist besiegelt. Nachdem sich der Verein zum 1. Mai aufgelöst und sich bis zum heutigen Tag kein dauerhafter Nachmieter gefunden hat, wird das Gebäude an der Tessiner Straße abgerissen. Zuvor sagte die Hanse Produktionsschule, das Gebäude stundenweise nutzen zu können. Auch habe sich eine Gruppe gemeldet, die ein Sozialangebot für Jugendliche plante. Diese hatte jedoch vorausgesetzt, von der Stadt finanzielle Mittel gestellt zu bekommen. "Bei einem Etat von lediglich 5,1 Millionen Euro ist dafür kein Geld da", begründet Kultursenatorin Dr. Liane Melzer (SPD). Einzig ehrenamtliche Arbeit würde den Treff am Leben halten, so Karl Scheube (SPD), Vorsitzender des Ortsbeirates Brinckmansdorf. Damit das leer stehende Gebäude nicht Vandalen zum Opfer fällt, prüft die Kommunale Objektbewirtschaftung- und entwicklung (KOE) den bevorstehenden Abriss.

Eine gute Nachricht für die Bewohner ist das Entgegenkommen der Grundschule "John-Brinckman" und der "Kinderkunstakademie" des Trägers Institut Leben und Lernen. "Sie werden stundenweise ihre Räume und eventuell auch die Sporthallen öffnen", sagt Scheube. So hätten unter anderem Seniorengruppen behindertengerechte Räume zur Verfügung. Die genauen Konditionen will der Vorsitzende in den nächsten Tagen mit den Schulleitern besprechen. Jugendarbeit unter Betreuung von ausgebildeten Kräften werde es jedoch nicht geben. "Dafür ist der Bedarf auch einfach nicht da", begründet Scheube.

Ein zusätzliches Ärgernis der Bewohner in Kassebohm ist die schlechte Nahversorgung. "Es wird keinen Discounter geben", sagt er. Grund dafür ist der Verkauf des letzten Grundstückes nahe der "Kinderkunstakademie" am Vicke-Schorler-Ring. Somit gebe es keinen Platz mehr zur Ansiedlung eines Supermarktes. Zehn Jahre lag das Stück Land brach, ohne dass sich ein Käufer gefunden hat. "Nun werden dort vermutlich ein- bis zweigeschossige Häuser entstehen", so der Vorsitzende. Die einzige nah gelegene Möglichkeit für die Anwohner einzukaufen, ist derzeit der Lidl in der Neubrandenburger Straße. Durch die andauernde Sperrung des Fußwegs am Bahnübergang sei der Discounter aber nur per Auto zu erreichen. Die Übergabe des Weges der Deutschen Bahn an die Stadt soll noch in diesem Monat über die Bühne gehen.

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