zur Navigation springen
Lokales

23. November 2017 | 08:46 Uhr

Aufschwung erreicht das Handwerk

vom

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2010 | 07:44 Uhr

Schwerin | Im Schweriner Handwerk stehen die Zeichen auf Aufschwung. Nach einer aktuellen Umfrage der Handwerkskammer bezeichnet fast jeder zweite Betrieb seine derzeitige geschäftliche Lage als gut, vor einem Jahr war es nur jeder dritte. Für 46 Prozent der Unternehmen stellt sich die Situation befriedigend dar. Der Anteil der Firmen, die eine schlechte Geschäftslage beklagen, hat sich innerhalb eine s Jahres von neun auf sechs Prozent verringert. Überdurchschnittlich positiv fallen die Bewertungen laut Umfrage in den Bereichen Bau und Ausbau aus.

Das Schweriner Handwerk sei relativ stabil durch die Wirtschaftskrise gekommen, habe in dieser Zeit kaum Personal abgebaut und könne daher den Schwung der anziehenden Konjunktur mitnehmen, sagt der Haupt geschäftsführer der Schwe riner Handwerkskammer, Edgar Hummelsheim: "Das Handwerk ist damit eine der stärksten Wirtschaftsgruppen und ein Konjunkturmotor im ganzen Land."

Haben im vergangenen Jahr 13 Prozent der Betriebe über eine Erhöhung der Beschä ftigtenzahl berichtet, sind es jetzt 22 Prozent. Der Anteil der Unternehmen, die Personal abgebaut haben, stieg leicht von drei auf sechs Prozent. 22 Prozent der befragten Firmen haben in diesem Jahr ihre Investitionen erhöht, im Vorjahr waren es 19 Prozent. Über eine Reduzierung der Ausgaben be rich ten nur noch elf Prozent der Betriebe gegenüber 29 Prozent im Jahr 2009.

Laut Umfrage blickt der Großteil der Betriebe deutlich positiver in die Zukunft als im vergangenen Jahr. 48 Prozent der Betriebe er warten eine gute Geschäfts entwicklung, 44 eine be friedigende, und lediglich neun Prozent befürchten eine Verschlechterung. Im Vorjahr haben nur rund 23 Prozent mit einer guten Entwicklung gerechnet. Überdurchschnittlich gut fallen auch die Prognosen bei den im Bau und Ausbau tätigen Betrieben aus. Bei den negativen Erwartungen liegt das Kfz-Handwerk noch über dem Durchschnitt. Allerdings hat sich dieser Anteil im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Als eine zentrale Aufgabe der kommenden Jahre be zeichnet Hauptgeschäftsführer Hummelsheim die Si cherung des Fachkräftenachwuchses. Dabei setze die Kammer nicht nur auf neue Lehrverträge, sondern auch auf die Weiterbildung von Migranten. Seit 2006 hätten bereits 120 Zuwanderer eine Qualifizierung mit Gesellenabschlusss etwa als Elektrotechniker, Anlagenmechaniker oder Metallbauer durchlaufen, so Hummelsheim. Im Oktober starte eine neue Maßnahme mit 96 Teil nehmern.

Um Zukunftsfragen des Handwerks geht es heute von 17 Uhr an auch beim 5. Meisterstammtisch im Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer in der Werkstraße 600.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen