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Aufmerksamkeit für das Thema Graffiti schaffen

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erstellt am 24.Mai.2010 | 06:31 Uhr

Schwerin | Nun sind es nur noch 24 Stunden bis zur Premiere: An der Erich-Weinert-Schule in der Paulsstadt findet am morgigen Mittwoch der erste Ak tionstag Graffiti in der Landeshauptstadt statt. 340 Schüler und 30 Lehrer werden sich einen Vormittag lang mit verschiedenen Aspekten des Themas Graffiti beschäftigen. Neben Stadtverwaltung und Poli zei beteiligen sich unter anderem auch die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft, das Zentrale Gebäudemanagement, der Nahverkehr, die Evangelische Jugend und die Jugendgerichtshilfe an dem Aktionstag unter dem Motto "Bleib sauber!"

Im Bahnhof, an Hauswänden und in Straßenbahnen und Bussen soll schon Fünftklässlern gezeigt werden, welchen Schaden il legale Graffiti anrichten. Schüler der sechsten Klassen werden gemein sam mit dem Team des Vanda mobils der Evangelischen Jugend Sachbeschädigungen im eigenen Schulgebäude unter die Lupe nehmen. Siebtklässler befragen Bürger, Achtklässler befassen sich mit den ju ristischen Konsequenzen des Spra yens, Neuntklässler dokumentieren Tatorte, und die zehnten Klassen werden selbst Graf fiti-Flächen reinigen. Der Aktionstag endet mit Musik, Kuchen und lockeren Gesprächen auf dem Schulhof.

Oberbürgermeisterin will Vandalismus nicht tolerieren

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, zugleich Vorsitzende des kommunalen Präventionsrates, knüpft an die in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring ins Leben gerufene "Bleib sauber!"- Kampagne große Erwartungen: "Wir wollen einerseits Kinder und Jugendliche motivieren, ihre Umwelt sauber zu halten und andererseits ein Klima der Aufmerksamkeit schaffen, in dem mutwillige Verschmutzungen und Vandalismus nicht durch Wegsehen oder Gleichgültigkeit toleriert werden", sagt Gramkow. In jedem Halbjahr soll der Aktionstag künftig an eine anderen Schule stattfinden.

"Oft ist Jugendlichen gar nicht klar, dass illegale Graffiti keineswegs ein Kavaliersdelikt sind", betont der Chef der Schweriner Polizeiinspektion, Wilfried Kapischke. "Eine Minute sprayen verursacht sehr schnell einen Schaden von mehreren tausend Euro. Die hieraus resulti erenden zivilrechtlichen Ansprüche behalten 30 Jahre Gültigkeit." Erst jüngst erwischte die Polizei zwei mutmaßliche Sprayer auf frischer Tat. Die beiden 21-Jährigen, die Rucksäcke mit Farbdosen und Sprühköpfen mit sich führten, bereiteten offenbar gerade ein illegales Graffito im Bereich der Um gehung sstraße vor (wir berichteten).

Ein anderes Beispiel aus der vergan genen Woche: Um sich vor unschönen Schmierereien zu schützen, stellte ein Hausbesitzer aus der Wit tenburger Straße seine Hausfassade bewusst zwei Sprayern zur Verfügung. Sie zauberten eine Ostseelandschaft auf die Toreinfahrt. Weitere interessierte Eigentümer haben sich bereits gemeldet.

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