Förderung der Infrastruktur : Auf neuen Wegen durch Neu Gülze

Bürgermeister Hans-Jürgen Michalska zeigt stolz die  erneuerte Straße in „Hühnerbusch“.
Bürgermeister Hans-Jürgen Michalska zeigt stolz die erneuerte Straße in „Hühnerbusch“.

Europa investierte in die Entwicklung des ländlichen Raumes: Rund 450 000 Euro flossen insgesamt in drei Straßenbaustellen einer Gemeinde

svz.de von
05. Dezember 2013, 17:26 Uhr

Rund 450 000 Euro konnte die Gemeinde in die Verbesserung ihrer Infrastruktur stecken. „Das Geld ist in die Erneuerung von drei Straßen geflossen“, sagt Bürgermeister Hans-Jürgen Michalska. Im gleichen Atemzug verweist der ehrenamtliche Kommunalpolitiker auf den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, der Projekte in einer Gegend ermöglichte, die sicher landschaftlich reizvoll, aber dennoch abgeschieden liegen. „Auf uns allein gestellt, wären diese Baumaßnahmen Wünsche geblieben“, erklärt der Bürgermeister. Eine Förderung in Höhe von 70 Prozent der Kosten machten es schließlich möglich, dass aus unbefestigten Wegen vernünftige Straßen wurden.

Ein großes Schild weist in der Siedlung „Hühnerbusch“ darauf hin, dass hier Europa in den ländlichen Wegebau investierte. Auf einer Länge von etwa 800 Meter verschwanden die Platten des einstigen Kolonnenweges. Die Fahrzeuge passieren diesen Bereich nun über eine glatte, etwa drei Meter breite Asphaltdecke. Etwa halb so lang und genauso breit ist die erneuerte Straße in „Ruhbek“. Mit dem 600 Meter langen und 4,50 Meter breiten „Stadtweg“ in Neu Gülze ist das Trio komplett.

Der Bürgermeister bedauert, dass die Straße „Friewei“ nicht in das Förderprojekt „Integrierte ländliche Entwicklung“ fällt. Das holprige Kopfsteinpflaster zwischen der B5 und der asphaltierten Eisenbahnüberführung würden die Gemeindevertreter lieber gestern als morgen abbauen lassen. Zwei Dinge sprechen dagegen: Die Gemeinde müsste eine Summe von etwa 600 000 Euro aufbringen und die Anwohner laut Straßenausbausatzung deutlich heftiger zur Kasse bitten, als sie für zumutbar halten. Mit Plan B kommt eine abgespeckte Variante ins Spiel.

Diese betrifft auch die Straße „Friewei“, beinhaltet allerdings „nur“ den Ausbau des rund 600 Meter langen Rad- und Gehweges. Das soll, wie Hans-Jürgen Michalska im Gespräch mit unserer Redaktion ankündigt, im nächsten Jahr über die Bühne gehen und kostet auch um die 200 000 Euro. Der Fahrbahn behält er im Fokus.

Weil der „Friewei“ einen ganz anderen Charakter hat, als beispielsweise die Straße in „Hühnerbusch“ hält sich Europa hier raus. Die Gemeinde ist auf der Suche nach einem anderen Fördertopf.

Hans-Jürgen Michalska könnte sich da vorstellen, diesen im Flurneuordnungsverfahren zu finden. Schließlich würde, wie er weiß, auch die ländliche Bodenordnung die Entwicklung der ländlichen Räume unterstützen. Leider passierte das noch nicht in der Gemeinde Neu Gülze.

„Wir haben entsprechende Anträge gestellt, doch sie wurden immer wieder abgelehnt“, bedauert der Bürgermeister. Er will es weiter versuchen.

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