Auf Du und Du mit Vierbeinern

Und auch Meister Petz schaut sich die Neue schon mal an.
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Und auch Meister Petz schaut sich die Neue schon mal an.

Seit Juni ist sie im Perleberger Tierpark beschäftigt, doch erst seit wenigen Tagen lernt sie die Einrichtung richtig kennen. Denn zuvor sammelte Susann Liniek im Schweriner Zoo wichtige Erfahrungen für ihr künftiges Amt.

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25. August 2009, 08:00 Uhr

Perleberg | 25 Jahre ist sie jung, hat ein Biologiestudium an der Universität Greifswald absolviert und sich im Juni in Perleberg heimisch niedergelassen, Susann Liniek aus Friesack. "Es ist einfach schön, Arbeit in der Nähe der Heimat zu finden", freut sich die junge Frau. Und noch mehr freut sie sich auf ihre Aufgabe. Denn in knapp einem Jahr soll sie die Leitung des Perleberger Tierparkes übernehmen.

Doch bis dahin, so bekennt sie, "muss ich noch eine Menge lernen". Denn so ein Studium sei zwar wichtig, praktische Erfahrung aber nicht minder, gerade in einer Einrichtung wie einem Tierpark. Deshalb auch war es dem langjährigen Perleberger Tierparkleiter Wilhelm Lüdke, der im August 2010 wohlverdient ruhiger treten möchte, ganz wichtig, dass seine Nachfolgerin sich zunächst in einem größeren Zoo ihre Sporen verdient. Mit Schwerin war ein geeigneter Partner gefunden. Rund zehn Wochen durchlief Susann Liniek dort fast alle Bereiche. "Von der Tierpflege bis zur Zooschule, von hausmeisterischen Tätigkeiten bis zur Veranstaltungsorganisation habe ich alles mitgemacht", beschreibt die 25-Jährige ihre Zeit in Schwerin. Vor allem aber Verwaltungsfragen seien wichtig gewesen, "wie man einen Tierpark verwaltet und wie man für ihn wirbt".

So manche Anregung für Perleberg habe sie dabei erhalten. Beispielsweise, wie die Zooschule noch breiter angelegt werden könne mit Themenangeboten auch für Schulklassen, beschreibt die neue Mitarbeiterin.

Doch zunächst muss sie sich nun erst einmal mit den Perleberger Gegebenheiten vertraut machen. Ganz aktuell stehe dabei derzeit der Umbau der Futterwirtschaft an. Das gesamte Gebäude soll neu gestaltet werden, mehr Platz für die Futterzubereitung und bessere Bedingungen für die Tierpfleger geschaffen werden.

Die neuen Kollegen hat Susann Liniek schon kennen gelernt. "Sie sind alle sehr nett", freut sich die junge Frau. Das Vertrauen der tierischen Bewohner muss sie noch gewinnen. Beim Spaziergang durch den Tierpark schaut so mancher Vierbeiner zwar schon ganz neugierig.

Aber für das Foto muss die Neue dann doch sozusagen mit Speck Mäuse fangen, sprich mit Futter locken. Die possierlichen Nasenbären reagieren erst einmal überhaupt nicht, sitzen abwartend auf dem Dach ihrer Hütte. Doch schon sehr bald nehmen sie Witterung auf. Es riecht einfach zu gut nach Futter, und so kommen sie auch an die Umzäunung ihres Geheges.

Nein, ein Lieblingstier habe sie noch nicht, gesteht die 25-Jährige. Aber dafür sei sie ja auch erst viel zu kurz in Perleberg, strömten noch täglich viel zu viel Informationen auf sie ein. Und sie möchte so viel wie möglich lernen, denn in Wilhelm Lüdke habe sie einen profunden Fachmann. Da bleibe gegenwärtig auch keine Zeit für Hobbys. Und auch ein Haustier habe sie noch nicht wirklich, "sieht man einmal von meinen Mäusen ab".

Für Susann Liniek ist es jetzt wichtig, sich gut in die künftige Aufgabe einzuarbeiten, "denn die Verantwortung wird sehr groß", ist sie sich bewusst. Zumal der Perleberger Tierpark eine sehr schöne und beliebte Einrichtung ist, unter Lüdkes Engagement und mit großer Unterstützung des Tierpark-Fördervereins eine enorme Entwicklung genommen hat. Und das nächste Projekt ist schon avisiert. Der Förderverein will sich dafür engagieren, dass der Tierpark eine begehbare Kontinent-Voliere zum Thema Australien erhält, in der Besucher sozusagen auf Tuchfühlung mit Sittichen, Zebrafinken oder Diamanttauben gehen können, diese ihnen förmlich aus der Hand fressen. Die Voliere soll möglichst zum Abschied von Lüdke fertig sein und in der Nähe der jetzigen Vogelvolieren entstehen.

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