zur Navigation springen
Lokales

19. November 2017 | 04:20 Uhr

Auf der A 24 Entspannung in Sicht

vom

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2010 | 06:18 Uhr

Parchim | Genervte Autofahrer auf der A 24 können ein wenig aufatmen: Staus oder zäher Verkehr vor Baustellen zwischen Suckow und Neustadt-Glewe sollen ab kommender Woche endlich vorbei sein. Seit Anfang September wurde hier in Richtung Hamburg die Asphaltdecke etappenweise erneuert. Der letzte Abschnitt von der Abfahrt Parchim bis kurz hinter der Raststätte Stolpe wird, wenn das Wetter für die Markierungsarbeiten mitspielt, am Wochenende fertig gestellt und die Autobahn dann in diesem Bereich komplett frei gegeben, informierte das Schweriner Verkehrsministerium auf SVZ-Anfrage.

Noch am vorigen Sonntagnachmittag hatte sich der Verkehr von der Einfädelung an sechs Kilometer und länger gestaut. Um nur eine Fahrtrichtung zu behindern, wird er einspurig an der Baustelle vorbeigeführt statt wie sonst eingeengt auf der Gegenfahrbahn. Das führte in Hauptreisezeiten regelmäßig zu längeren Rückstaus.

Anfang Oktober hatten die Bauarbeiten auf diesem fünf Kilometer langen Teilstück der A 24 begonnen. Die obere Schicht war ausgemagert, wie die Fachleute sagen, so dass sich eine Sanierung notwendig machte. Autofahrer bemerkten das an holprigen Stellen auf der Fahrbahn. Die Baukosten für den Abschnitt liegen bei 750 000 Euro.

Im September war bereits die Deckschicht zwischen den Kilometern 126 und 121 hinter der Abfahrt Suckow sowie zwischen den Kilometern 115 und 110 etwa von der Raststätte Stolpe bis kurz vor Neustadt-Glewe erneuert worden. Auf dem letztgenannten Abschnitt wundern sich Pkw-Fahrer allerdings über ein Tempolimit von 100 km/h.

Hier handelt es sich um eine Teststrecke mit einer speziellen, offenporigen Asphalt mischung, die die Fahrgeräusche dämpfen soll. Derzeit schränke allerdings ein Bitumenfilm noch die Griffigkeit des Belags ein, heißt es aus dem Verkehrs ministerium. Erst wenn dieser abgefahren sei, könne die Tempobegrenzung aufgehoben werden. Zum Zeitpunkt gab es keine Angaben. Es ist in MV die erste Versuchsstrecke mit diesem Material. Der entscheidende Unterschied besteht in der Korngröße des Gestein anteils. Sonst sind es etwa elf Millimeter, hier maximal fünf. In anderen Bundesländern wurde der Belag bereits mit positiven Ergebnissen eingebaut, beispielsweise auf einem Autobahn-Teilstück bei Neuruppin.

Gedulden müssen sich Kraftfahrer auf der A 24 noch nahe der Anschlussstelle Neustadt-Glewe, wo die Fahrbahnen in beiden Richtungen auf 1,3 Kilometer Länge eingeengt sind. Hier wird seit Dezember 2009 die Eldebrücke erneuert; zwei Jahre Bauzeit sind veranschlagt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen