Auf den Spuren der Bischöfe

<strong>Eines der imposantesten</strong> kirchlichen Bauwerke entlang der Bischofstour: Die Wunderblutkirche in Bad Wilsnack. <foto>Archiv</foto>
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Eines der imposantesten kirchlichen Bauwerke entlang der Bischofstour: Die Wunderblutkirche in Bad Wilsnack. Archiv

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30. Juli 2010, 07:04 Uhr

Prignitz | Sie ist 108 Kilometer lang und hat acht Haupt- sowie sechs kleinere Nebenstationen: Die Bischofstour. Carola Krakow, Mitarbeiterin des Tourismusverbandes Prignitz, begab sich in der vergangenen Woche gemeinsam mit ihrem Mann Manfred zwei Tage auf die Spuren der Havelberger Bischöfe, radelte von Havelberg nach Wittstock.

"Damit ich weiß, wovon ich rede, wenn mich die Leute fragen", nennt Carola Krakow den Grund für den Exkurs auf zwei Rädern entlang der Bischofstour. Dabei leuchten ihre Augen, der Spaß an dem Unterfangen ist ihr immer noch anzusehen.

Die erste Etappe ging von Havelberg über Quitzöbel, Roddan, Bad Wilsnack, Plattenburg, Kletzke, Hoppenrade und Lindenberg bis nach Groß Woltersdorf. Oder anders ausgedrückt: Ehemaliger Sitz der Quitzow-Familie, Holzstorch, Wunderblutkirche, Wasserburg, Landschaftspark und Museumsbahn Pollo. Radwege verbinden sie und ergeben den Abschnitt einer Tour, der vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) mit drei Sternen zertifiziert ist. Dabei geht es nicht nur um die Beschaffenheit der Wege, sondern auch die Beschilderung, Rastplätze und die Gastronomie an der Strecke werden bewertet.

"Unterwegs habe ich sehr viele Bilder von den Radwegen gemacht. Und es waren gute Radwege", erzählt Carola Krakow. Sich zu verfahren, das Problem hatte das Paar nicht. Auch bei Radtouren hat hochmoderne Technik längst Einzug gehalten. "Wir waren mit GPS unterwegs", sagt sie, jenem Gerät, das die eigene Position mittels Satellit ermittelt und somit als Navigationshilfe dient.

Nach einer Übernachtung im Jugendgästehaus in Groß Woltersdorf - dort fühlten sich die Krakows umgeben von Waldlehrpark und Naturbadesee sehr wohl - ging es auf die zweite Etappe. Sie führte über Pritzwalk, der Wallfahrtskirche in Alt Krüssow, dem Kloster in Heiligengrabe bis nach Wittstock, der ehemaligen Residenz der Havelberger Bischöfe.

"Ich kannte einige Ecken noch nicht bzw. war überrascht, wie sich manche Gegenden im Laufe der Jahre doch verändert haben", gesteht Carola Krakow. Seit 1983 lebt sie in der Prignitz und kennt als ehemalige Naturwächterin vor allem den südlichen Kreis um Bad Wilsnack gut. Was nimmt sie sonst mit von dieser Tour? "Ein gestärktes Geschichtsbewusstsein und das Gefühl, die Landschaft und die Ruhe in vollen Zügen genossen zu haben", antwortet die Tourismusfrau, die unterwegs ihren Kolleginnen in den Tourismusinformationen natürlich einen Besuch abstattete. Und was würde sie den Radtouristen empfehlen? "In Havelberg abends am Dom sitzen und den Blick auf die Stadt genießen." Für die Krakows steht außer Frager, "Die Bischofstour war nicht unsere letzte Radwanderung". Der Ostsee-Radweg und ein Teil des Elbe-Müritz-Radweges sollen folgen.

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