"Auf B5 muss jetzt etwas passieren"

Brummiverkehr auf der B 5, ach monatelangen Diskussionen ist das Problem aus Sicht der Anwohner immer noch ungelöst. Archiv
Brummiverkehr auf der B 5, ach monatelangen Diskussionen ist das Problem aus Sicht der Anwohner immer noch ungelöst. Archiv

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02. November 2010, 09:19 Uhr

Ludwigslust | Mitglieder des Wirtschafts- und Bauausschusses des Kreistages haben ein umfassendes Konzept gegen die zunehmende Lkw-Schwemme und offenkundige Mautflucht gefordert. Das betrifft die Bundesstraßen 191, 5 und 106, die seit Monaten unter zunehmendem Lkw-Verkehr leiden, der eigentlich auf die Autobahnen gehört. Doch immer mehr Spediteure meiden die teuren Autobahnstrecke und weichen auf die in Mecklenburg meist gut ausgebauten Bundesstraßen aus.

CDU-Mitglieder des Kreisausschusses werfen dem Landrat nun vor, er verstecke sich hinter seinem Parteifreund und Verkehrsminister Volker Schlotmann und spiele in der Sache auf Zeit. "Hier muss dem Bürger geholfen werden und zwar an allen drei Bundesstraßen und das Ganze schnell und wirksam", fordert z. B. der Abgeordnete Christian Geier aus Ludwigslust. Es könne doch nicht sein, dass sich der Beitrag in der Landespolitik darin erschöpft, Bittschilder an der Bundesstraße aufzustellen und Tempo-Zonen zu verhängen, die so gut wie nie kontrolliert würden.

"Die Lösung auf der Bundesstraße kann aus unserer Sicht auch nicht in einer Ausweitung der Maut bestehen, denn das würde die einheimischen Lkw-Fahrer treffen. Was wir brauchen, ist eine schlichte Sperre für Fahrzeuge über 12 Tonnen im Durchgangsverkehr", schließt sich Christian Jessel aus Hagenow an. Auch Dietmar Speßhardt und Jürgen Baumgarten sind nicht glücklich darüber, dass der Landkreis, aber auch das Land in der Sache sehr zaudernd und zögerlich reagierten. Kein Wunder, dass die Menschen hinter den Lösung aus Schleswig-Holstein stünden. Der dortige Verkehrsminister wollte die B 5 für Fahrzeuge über 12 Tonnen dicht machen, wird aber bisher noch von den Gerichten gebremst. Jürgen Baumgarten: "Schlimm ist, dass die geplagten Menschen an den Bundesstraßen das Gefühl haben, dass die regionale Politik so ein wichtiges Problem nicht lösen kann oder will und das wieder einmal die Juristen das Sagen haben. Diesen Eindruck müssen wir ändern, auch wenn der Kreis originär nicht zuständig ist. Doch der Druck muss von unten kommen, sonst ändert sich nichts."

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