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Lokales

25. September 2017 | 00:50 Uhr

Auch Zuschauer dürfen an die Paddel

vom

svz.de von
erstellt am 10.Jul.2011 | 07:59 Uhr

Warnemünde | Tausende Schaulustige lockte die 74. Warnemünder Woche mit ihren wassersportlichen und kulturellen Veranstaltungen am Wochenende ins Ostseebad. Ein Highlight war zweifellos das 16. Drachenbootfestival im südlichen Alten Strom. Mehr als 1800 Sportler aus ganz Deutschland, darunter auch das Drachenboot-Jugendnationalteam, waren dabei. Am Sonnabend richtete der LT-Club als Veranstalter den LT-Cup über eine Distanz von 280 Metern aus. Gestern fand der Coca-Cola-Cup mit einem 100-Meter-Sprint statt. Die Stadtwerke AG glänzte als Sieger beim 280-Meter-Rudern. "Wir haben nur viermal geübt und das erste Mal teilgenommen. Unglaublich, dass wir gewonnen haben", sagt Vereinsmitglied Tino Hannemann.

Auch die Zuschauer durften hautnah dabei sein, in eines der 13 Boote steigen und die Paddel in die Hand nehmen. "Das Drachenbootrennen wird sehr gut von den Gästen angenommen. 20 000 Menschen haben bei unserem Wettkampf zugesehen. Sogar Besatzungsmitglieder von großen Kreuzfahrtschiffen kamen vorbei", sagt Gerald Marschner, Vorsitzender des Sportvereins SV Breitling. Andre Müller ist seit 2002 Mitglied und seit über fünf Jahren Team-Kapitän dieses Vereins. "Anfangs wollten wir das Drachenbootfahren nur mal probieren. Aber jetzt macht es uns richtig Spaß und wir nehmen sogar an Rennen in Schwerin teil", sagt Müller.

Parallel zum Wassersport haben sich gestern Trachtengruppen zum 11. Warnemünder Trachtentreffen zusammengefunden. Der Start erfolgte am Haus des Sports mit einem bunten Umzug, der den Alten Strom entlang bis zum Leuchtturm führte. Dort präsentierten sie ihre wunderschönen Trachten und stellten bekannte und unbekannte Tänze vor. Gäste, Urlauber und Einheimische bewunderten die Kleidung, die in Handarbeit analog von historischen Vorlagen gefertigt wird.

Karin Scarbarth, die Vorsitzende der Warnemünder Trachtengruppe , leitete die Veranstaltung mit Dankesworten an die Teilnehmer ein und machte die Zuschauer gespannt auf das Programm der unterschiedlichen Gruppen. "Wir reden sehr viel Plattdeutsch. Aber damit uns das Publikum versteht, übersetzen wir natürlich auch ins Hochdeutsche", sagt Scarbarth.

Gudrun und Uwe Feller waren mit ihrer Tanzgruppe des Heimatverein Alt Witten zum dritten Mal zu Gast und zeigten einige ihrer einstudierten Folkloretänze. "Wir sind sowohl im Verein als auch privat ein Paar und lieben die Tradition. Wir sind sogar das jüngste Duo der Gruppe", sagt Gudrun Feller. Den Verein gibt es seit 1995. Anlässlich der 1000-Jahr-Feier Mecklenburg-Vorpommerns studierte die Gruppe einige Tänze ein. Sie fand jedoch so viel Spaß und Freude daran, dass heute ein professionelles Tanztrainig angeboten wird. Die Mitgliederzahl ist steigend. Die sieben Tanzpaare, die zwischen 50 und 80 Jahre alt sind, treffen sich einmal pro Woche. Erstmals beim Trachentreffen standen Oma und Enkeltochter gemeinsam auf der Bühne. Moderator Horst Marx stellte den Zuschauern auch Lea (7) und Marianne (74) Weise aus Alt Meteln vor, die mit einem extra herzlichen Beifall vom Publikum bedacht worden sind. Die jüngste Teilnehmerin der Veranstaltung kam übrigens vom Barther Heimatverein. Die fünfjährige Alexandra war mit viel Spaß bei der Sache. Mit einem Konzert des Rostocker Quartetts 3-Satz deluxe, das einige der besten Oldies der letzten Jahrzehnte zu Gehör brachte, klang die 74. Warnemünder Woche gestern Nachmittag am Leuchtturm aus. Bereits jetzt soll es in einigen Hotels des Ostseebades Buchungen für die Auflage Nummer 75 geben.


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