Auch außerhalb des Spielfeldes am Ball

Gordon Wölk trat bereits als Schüler an das runde Leder. Heute ist der 31-Jährige nicht nur Spieler bei der Schwaaner Eintracht, sondern ist auch im Ehrenamt im Vereinsvorstand tätig. Dirk Behm
Gordon Wölk trat bereits als Schüler an das runde Leder. Heute ist der 31-Jährige nicht nur Spieler bei der Schwaaner Eintracht, sondern ist auch im Ehrenamt im Vereinsvorstand tätig. Dirk Behm

von
19. Mai 2010, 01:57 Uhr

Schwaan | Er mag es sportlich in seinem Leben. Deshalb gehört das Fahrrad genauso dazu wie die Angel und der Fußball. So kurz nach dem Abstieg des FC Hansa indie Drittklassigkeit gibt es viel zu erzählen mit Gordon Wölk. Doch vielmehr als das, was 40 Kilometer entfernt im Ostseestadion passiert oder besser gesagt nicht passiert, schaut er auf seinen eigenen Verein - die Schwaaner Eintracht.

Dort ist er seit gut vier Jahren Mitglied. Zunächst spielte er in der zweiten Männermannschaft, doch kein halbes Jahr später beriefen ihn die Trainer schon in die Erste. "Das hat mir gefallen und mich auch ein bisschen stolz gemacht", sagte der 31-Jährige.

Fußball ist seine Leidenschaft, auch wenn die zwischenzeitlich fast neun Jahre erloschen war. Nachdem er bei Traktor Schwaan seine ersten Gehversuche unternahm, "das war mit sechs oder sieben Jahre", versuchte er sich doch lieber im Fitnessstudio oder an der Tischtennisplatte. Erst 2001 kam er zurück auf den grünen Rasen. Damals ging er in der Freizeitliga auf Torejagd.

"Das hatte die verschiedensten Gründe. Ich bin aber froh, dass mich dieser Weg am Ende doch wieder zum aktiven Fußball zurückgeführt hat", so Wölk. Dabei gehört er heute zu den "Allzweckwaffen" des Trainers. Eigentlich ist er gelernter Stürmer, doch wenn ihn der Coach, wie es derzeit der Fall ist, auch in die Verteidigung schickt, ist das kein Problem für den gebürtigen Schwaaner, der in der Fachklinik Waldeck als Pfleger arbeitet. Gordon Wölk erkennt die Verantwortung, ist Mannschaftsspieler.

Es verwundert deshalb auch nicht, dass er sich auch außerhalb des Fußballfeldes für die Belange des Vereins stark macht. Als ihn Vereinspräsident Ralf Loheit ansprach, Mitglied im neuen Vorstand zu werden, hat der 31-jährige Junggeselle nicht lange gezögert. "Ich musste nicht lange überlegen. Ich habe sofort Ja gesagt. Ich wollte nach meiner sportlichen Zeit für den Verein etwas tun. Dass das jetzt früher kommt, als geplant, ist für mich kein Problem", sagte Wölk. Ein Verein lebe nun einmal vom ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder. Gelegen kommt ihm dabei natürlich sein Aufgabengebiet. Er ist für die sportlichen Belange derSchwaaner Eintracht zuständig. Was liegt da näher, als für die erste Mannschaft für die kommende Saison den sportlichen Angriff auf die Landesklasse auszugeben. "Das ist doch klar." Gordon Wölk wird dabei sein - sowohl auf dem Platz als auch daneben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen