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Lokales

24. September 2017 | 03:35 Uhr

Auch 2011 wieder Juwelen gesucht

vom

svz.de von
erstellt am 06.Jul.2011 | 06:22 Uhr

Prignitz | Die große Prignitz sei jetzt im Wettbewerb "Beispielhaft saniert" vereint, stellte gestern Friedhelm Müller, Bauamtsleiter in Pritzwalk, zum Auftakt der 13. Auflage des Wettstreits fest. 2011 beteiligen sich insgesamt neun Städte mit zehn Gebieten: Bad Wilsnack, Lenzen, Kyritz, Meyenburg, Perleberg, Pritz walk, Putlitz, Wittenberge und Wittstock/Dosse mit Freyenstein.

Neu im Boot sind Kyritz und Meyenburg - nicht nur ein quantitativer Zugewinn, wie die Verantwortlichen gestern im Pressegespräch, dass in der Zentrale der Sparkasse Prignitz in Pritzwalk stattfand, bemerkten. Man dürfe gespannt sein, welche Wettbewerbsvorschläge aus diesen Kommunen eingereicht werden, so der Pritzwalker Bauamtsleiter Friedhelm Müller.

Ungeachtet der Auflösung des Städtenetzes Prignitz in diesem Jahr gehen die Kommunen im Rahmen des Städtebau-Wettbewerbs Hand in Hand mit den Sparkassen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin, die "Beispielhaft saniert" von Beginn an begleiten. Die Kreditinstitute sind nun alleiniger Ausrichter, benennen das Ganze in "Sparkassenwettbewerb" um. Die Modalitäten jedoch bleiben gleich, wie Wilfried von Bieren, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Prignitz, und sein Amtskollege Ralf Osterberg aus dem Nachbarkreis gestern deutlich machten.

Identisch blieben somit auch die Auslobungsgebiete, das heißt beispielsweise in Städten, wie Bad Wilsnack, dass Ortsteile weiterhin außen vor sind, man sich auf die Altstadtgebiete konzentriert. Für die Zukunft, so Petra Schläfke aus der Wittstocker Stadtverwaltung, sei es jedoch durchaus eine Überlegung wert, auch ländliche Gebiete mit besonders gelungenen Sanierungsbeispielen zu inkludieren. Dafür jedoch müsste man dann eine neue Wettbewerbskategorie kreieren.

Zunächst einmal geht es jedoch im gewohnten Modus weiter. Ab nächster Woche sind die Wettbewerbsunterlagen in den Verwaltungen der beteiligten Kommunen sowie in den Filialen der Sparkassen verfügbar. Eingereicht werden müssen sie bis zum 19. September. "Wir haben extra und auf vielfachen Wunsch einen Montag gewählt. Sonst war es immer ein Freitag", so Petra Schläfke. Die Jury aus Vertretern der kommunalen Bauämter, der Sanierungsträger, der Sparkassen, der unteren Denkmalbehörde und des Infrastrukturministeriums tagt am 19. Oktober, die Prämierung der Arbeiten erfolgt am 25. November in der Stadt des Siegerbeitrages.

Die Sanierung und somit auch dieser Wettbewerb seien nach wie vor hochaktuell und werden daran auch perspektivisch nichts einbüßen, ist sich Ralf Osterberg vom Vorstand der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin sicher. Schließlich gehe es inzwischen - gut 20 Jahre nach der Wende - auch schon wieder um Bestandspflege. "Ich habe noch ein ziemlich genaues Bild von Anfang der 90er Jahre vor Augen. Die Stadtbilder von heute sind überhaupt kein Vergleich mehr." Karin Schrödter vom Pritzwalker Bauamt bringt es wie folgt auf den Punkt: "Früher fiel das sanierte Haus auf - heute ist es das unsanierte."

>> Sieger und Platzierte – Zahlen und Fakten

  • Die jeweils drei Erstplatzierten 2009 und 2010: Bahnstraße 101 Wittenberge (Wohnhaus), Schulstraße 7 Lenzen (Umbau der ehemaligen Gesamtschule zum Gästehaus der Burg), Pfalzer Straße 8 Wittstock (Wohnhaus)
    Kirchplatz 9 Perleberg, Flutstraße 1/Berliner Straße 16 Lenzen, Johannes-Runge-Straße 19 Wittenberge (jeweils Wohnhäuser);
    beste Detaillösung 2010: Außenhülle des Oktaeders, Alte Ölmühle Wittenberge
  • Die meisten vorderen Platzierungen räumte bisher Perleberg ab.
  • Jährlich gab es bisher zwischen 15 und 20 Wettbewerbsbeiträge.


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