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Lokales

20. Oktober 2017 | 18:03 Uhr

Atomstreit: Prignitz nicht direkt betroffen

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svz.de von
erstellt am 22.Sep.2010 | 08:25 Uhr

Prignitz | Mit negativen Folgen rechnen sowohl Stadtwerke als auch Windenergie betreiber nach dem schwarz-gelben Atomkompromiss. Kommunale Versorger fordern einen finanziellen Ausgleich für mögliche Einbußen durch die längeren Laufzeiten für Kernkraftwerke. Grund: Sie befürchten eine Gefahr für ihre Investitionen in umweltfreundliche Energieerzeugung. Nachfragen in der Prignitz ergaben keine unmittelbaren Konsequenzen. Allerdings blickt man auch hier mit großer Sorge auf die Entwicklungen. So äußerte Dieter Kreutzer, Geschäftsführer des Prignitzer Energie- und Wasserversorgungsunternehmens GmbH (PVU), dass er betroffen darüber sei, wenn man erlebe, wie Regierung und Großkonzerne mit dem Thema umgehen, währenddessen man sich selbst um Lösungen bemüht sei, die für die Zukunft nicht belastend sind. "Wir haben bislang noch nicht in eigene Erzeugerkapazitäten investiert. Die Stadtwerke, die es taten, erleben nun, dass ihre Investitionen in Gefahr sind", so Kreutzer. Er plädiert dafür, die Forschungskapazitäten der großen Energiekonzerne für zukunftsträchtige Lösungen zu nutzen. "Wir sind zwar nicht direkt betroffen - aber die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke macht uns betroffen", so Kreutzer.

"Die Städte und ihre Unternehmen investieren in großem Umfang in umweltfreundliche Energieerzeugung. Deshalb brauchen die Stadtwerke eine Kompensation aus der geplanten Energie-Abgabe der Stromkonzerne sowie der Brennelementesteuer", sagte Städtetags-Präsidentin Petra Roth Presseberichten zufolge.

Stadtwerkevertreter Albert Filbert, Chef des Darmstädter Versorgers HSE, beziffert den Schaden für kommunale Versorger durch die zwölfjährige Laufzeitverlängerung auf 4,5 Milliarden Euro. Die Versorger strebten nun Kompensationszahlungen an, sagte Filbert als Vertreter der Stadtwerkevereinigung.

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