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Lokales

22. November 2017 | 16:16 Uhr

Atommüll-Protest in Schwerin wird lauter

vom

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2011 | 06:50 Uhr

Schwerin | Zum zweiten Mal soll ein Atommülltransport auf dem Weg zum Zwischenlager bei Lubmin durch die Landeshauptstadt rollen: Für den 16. oder 17. Februar wird der Zug mit dem hochradioaktiven Abfall in Mecklenburg-Vorpommern erwartet. In Schwerin formiert sich schon jetzt der Protest. Gestern Abend gab es eine erste Mahnwache am Hauptbahnhof, weitere sollen bis zum "Tag X" jeweils montags von 17 bis 18 Uhr auf dem Grunthalplatz folgen.

"Der Protest am 16. Dezember gegen den ersten Castor-Transport durch Schwerin war doch recht dünn für eine Stadt dieser Größe", sagt Arndt Müller vom Bund für Umwelt und Naturschutz. Der ruft gemeinsam mit anderen Umweltgruppen und dem Anti-Atom-Bündnis Nordost zur Mahnwache und zu weiteren Aktionen auf, wie dem Bekleben der eigenen Fensterscheiben mit gelben Tag-X-Transparenten. "Wir wollen mit unserem frühen Protest die Bürger rechtzeitig sensibilisieren und uns selbst warmlaufen", so Müller. "Ziel ist es, dass beim Transport im Februar mindestens 200 Schweriner demonstrieren." Gestern Abend waren immerhin knapp 40 Bürger zur Mahnwache gekommen. Auch die Politiker ruft Müller auf, beim Protest Gesicht zu zeigen. Die Stadtvertretung hatte sich im Dezember gegen den Transport von Castor-Behältern über das Schweriner Stadtgebiet ausgesprochen und diese Entscheidung der Bundesregierung mitgeteilt.

Protest formiert sich auch in Ludwigslust

Auch in der Region Ludwigslust aber regt sich bereits der Protest. Heute Abend um 19.30 Uhr im Ludwigsluster Freizeitzentrum Zebef ist ein Vorbereitungstreffen für eine Mahnwache, die es wieder geben soll, wenn der Castor durch die Region fährt. Dann geht es auch um den bundesweiten Castiraktionstag an der gesamten Strecke, der für den 12. Februar geplant ist. „Gegen die Verschiebung des hochradioaktiven Atommülls aus überregionalen Atomanlagen, an denen die bundeseigene EWN GmbH Lubmin mittlerweile beteiligt ist, organisiert sich zunehmend Protest und Widerstand entlang der Transportstrecke durch die Ost-Bundesländer“, schätzt Mitorganisator Ludger Klus ein. „Erst vor einigen Tagen gründete sich aus der Mahnwache in Wittenberge eine Bürgerinitiative mit 40 Gründungsmitgliedern.“

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