Atemstillstand im Schlaf - neue Selbsthilfegruppe kann helfen

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15. Februar 2010, 05:49 Uhr

Nordwestmecklenburg | Atemstillstand während des Schlafes, das so genannte Schlafapnoe-Syndrom (SAS) ist ein Beschwerdebild, das auch Menschen in unserer Region zu Schaffen macht. Daher soll in Neukloster eine Selbsthilfegruppe für Betroffene gegründet werden.

Wer an einem Erfahrungsaustausch interessiert ist, kann sich mit den Mitarbeitern der ASB Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS), Dorfstr.10, 23968 Gägelow, Tel.03841/222616 oder per Mail, kiss@asbwismar.de in Verbindung setzen.

Atemstillstände während des Schlafs sind in erster Linie durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum Einschlafzwang (Sekundenschlaf) sowie einer Reihe weiterer Symptome und Folgeerkrankungen gekennzeichnet. Die Atemstillstände führen zu einer verringerten Sauerstoffversorgung und zu wiederholten Aufweckreaktionen. Die meisten Aufweckaktionen führen aber nicht zum Aufwachen, sondern lediglich zu erhöhten Körperfunktionen, beispielsweise zu beschleunigtem Puls und werden von den Betroffenen meist nicht wahrgenommen. Die Folge der Aufweckreaktionen ist ein nicht erholsamer Schlaf.

Die Angehörigen von Schlafapnoe-Patienten berichten meist über lautes Schnarchen, unterbrochen durch Atempausen, die mit einem heftigen, seufzenden Atemzug oder einem Schnarchlaut beendet werden. Ursachen können eine Einengung der oberen Luftwege oder eine Fehlfunktion der Atemmuskulatur sein.

Die Ursachen lassen sich oft nur bedingt behandeln. In den meisten Fällen helfen schon Maßnahmen wie der Verzicht auf Alkohol, regelmäßige Schlafzeiten und das Schlafen in Seitenlage, bei übergewichtigen Menschen eine Gewichtsreduzierung und bei Menschen mit Nasenpolypen eine operative Korrektur. Sind alle diese Maßnahmen erfolglos, kann ein Atemtherapiegerät in Kombination mit einer Atemmaske, die während des Schlafs die Atemwege durch leichten Überdruck offen halten, der Schlafapnoe und damit verbundenen Schnarchen entgegen wirken.

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