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Lokales

24. November 2017 | 04:56 Uhr

Trial : Artisten über Stock und Stein

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erstellt am 25.Okt.2010 | 09:56 Uhr

Wismar | Die Motorsport-Disziplin Trial fristet ein Außenseiterdasein im Motorsportland Mecklenburg-Vorpommern mit zahlreichen hochkarätigen Bahnsport- und Motocross-Veranstaltungen. Zu Unrecht. Denn ein junger Mann vom MC Wismar, Jan Peters, fährt seit einigen Jahren immer besser. Auch bei Europa- und Weltmeisterschaften zeigt er erfolgreich sein Können. Der MC Wismar ist der einzige Club im Bundesland, welcher Trialfahrer ausbildet und in Bobitz bei Wismar Veranstaltungen durchführt.

Bei der diesjährigen deutschen Meisterschaft im Trial kam der in Dambeck bei Wismar Wohnende nach insgesamt zehn Läufen auf dem dritten Platz ein. Er gewann zwar drei Wettkämpfe, platzierte sich bei den anderen Läufen auf zweiten bis vierten Plätzen, kam aber trotzdem nicht weiter vor, da er zweimal zu den angesetzten Terminen an der Junioren-WM teilnahm und so bei der deutschen Meisterschaft nicht starten konnte. Schade drum, es wäre der zweite Platz in der Gesamtwertung möglich gewesen. Unverständlich ist, dass der DMSB als Motorsport-Dachorganisation seinen Aktiven keine Streichläufe einräumt, wenn sie für Deutschland bei WM- und EM-Läufen antreten, und das, obwohl der DMSB sie selber für die Welttitelkämpfe nominiert hat.

Der inzwischen 21-Jährige wurde schon als Sechsjähriger von seinem Opa Helmut Hold, der 1957 Dritter bei der Motocross-DDR-Meisterschaft wurde, mit einem von ihm gebauten Simsonrenner an den Trialsport herangeführt. Mittlerweile hat Jans Onkel, Mathias Hold, einst selbst deutscher Trial-Mannschaftsmeister, das Trainer-Amt inne.

Die Erfolge von Jan Peters steigerten sich kontinuierlich bis hin zum Nordcup-Gewinner in der höchsten Klasse. Weiter wurde er Jugendpokalsieger, Jugendcup-Gewinner und dann im Jahr 2005 deutscher Jugendmeister. Danach folgten erfolgreiche Einsätze mit der Nationalmannschaft bei Welt- und Europameisterschaften in Portugal, Italien, Tschechien, Polen, Spanien, Frankreich, England sowie in Japan mit dem 15. Platz bei der Junioren-WM. Ein Höhepunkt für Jan war die Teilnahme bei den Scottish Six Days im Trial. Von 275 Fahrern belegte er dort den 70. Platz. Eine saftige Zeitstrafe, die er sich durch Unerfahrenheit einhandelte - es gilt dort ein von den übrigen Veranstaltungen abweichendes Reglement - kostete ihn einen Platz unter den ersten 30.

Seit 2009 wird Peters sportliche Entwicklung durch die Bundeswehr gefördert. Leider ist diese Förderung als Sportsoldat nur über zwei Jahre möglich, da Trial keine olympische Sportart ist.

Der Dambecker trainiert schon für 2011, um den Abstand zur Weltspitze weiter zu verkürzen. Übrigens, sein Können ist auch bei Schauauftritten gefragt, wenn es der Terminplan für nationale und internationale Wettkämpfe erlaubt...

 

 

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