Ein Angebot des medienhaus nord

Güstrow Villa Heilmann - verlorenes Schmuckstück

Von Ulrich Schirow | 01.08.2009, 01:57 Uhr

Die Bezeichnung Heilmannshöhe an der Plauer Chaussee, wo heute die Gehörlosenschule liegt, ist immer noch gebräuchlich.

Der Fabrikant Dr. Heilmann hatte 1896 am Ulrichsplatz zusammen mit seinem Partner Dr. Hillringhaus eine chemische Fabrik gegründet und Kapital erwirtschaftet. Um 1910 ließ er sich von dem damals bekannten Architekten Paul Korff aus Laage eine repräsentative Villa mit neobarocken Stilmerkmalen errichten.

Die Bedeutung Korffs wird auch sichtbar bei Geschäftsbauten, Schlössern, Villen und Kaufhäusern besonders im norddeutschen Raum. In Güstrow und Umgebung Häuser für die Firmen Böckmann (Neue Straße - abgebrannt) und Gebrüder Magdeburg am Bahnhof, die Schlösser in Bellin und Moisall bei Bützow.

Leider brannte die Villa Heilmann 1945 ab, Reste wurden 1950/51 abgerissen und auf dem Gelände dann die Landesgehörlosenschule errichtet, die von Ludwigslust nach Güstrow verlegt wurde. Von der alten Villa blieben nur das Wohnhaus des Gärtners und ein Brunnen erhalten (auf dem Foto in der Mitte).