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Rostocks angeschlagener Stürmer will am Freitag unbedingt dabei sein Tino Semmer tut alles für Ingolstadt

Von André Gericke | 23.08.2011, 10:09 Uhr

"Die Chancen stehen 50:50", sagt Hansa-Trainer Peter Vollmann im Hinblick auf einen Einsatz von Stürmer Tino Semmer am Freitagabend beim Auftritt des FC Hansa in Ingolstadt am 6. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga.

"Die Chancen stehen 50:50", sagt Hansa-Trainer Peter Vollmann im Hinblick auf einen Einsatz von Stürmer Tino Semmer am Freitagabend beim Auftritt des FC Hansa in Ingolstadt am 6. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga. Der Angreifer (ein Saisontor) hat sich im Training einen großen Bluterguss in der linken Wade zugezogen.

"Mir geht es schon deutlich besser. Im ersten Moment dachte ich, dass es länger dauert und bis Freitag nichts wird. Es sah schon ziemlich dick aus", erklärt Semmer, der optimistisch ist, dass er in Ingolstadt mitwirken kann.

Und der 25-Jährige tut auch alles dafür, um dabei zu sein: "Hansa hat ja eine gute medizinische Abteilung. Man kann sofort zum Mannschaftsarzt fahren und kommt auch sofort ran. Wir haben gleich Verbände angelegt und viel gekühlt. Dadurch sieht es schon nicht mehr so schlimm aus."

Der Angreifer berichtet allerdings, dass die Behandlungen und Übungen zwar nicht unbedingt anstrengender als der übliche Trainingsablauf sind, dafür doch wesentlich zeitintensiver: "Ich bin um 12 Uhr in die Kabine gekommen und wurde bis jetzt (17 Uhr - d. Red.) pausenlos behandelt. Und morgen bin ich auch um 10 Uhr wieder da."

Semmer brennt auf einen Einsatz gegen Ingolstadt und will seinem Premierentreffer endlich Nummer zwei folgen lassen. "Wir sind alle heiß auf die Partie und wollen uns endlich mal mit einem positiven Spielausgang in Form eines Sieges belohnen", so der gebürtige Sachse, dessen Hauptaugenmerk jetzt darauf liegt, wieder vollkommen fit zu werden. "Ich werde alles dafür tun, dass ich mitmachen kann. Mal gucken, wie es sich entwickelt. Ich denke, dass ich spätestens am Donnerstag eine Richtung vorgeben kann."

Da auch Marcel Schied (Fußprobleme) angeschlagen ist, kommen die Ostseestädter ein bisschen in Stürmernot, zumal Neuzugang Marek Mintál (Adduktorenverletzung) noch wenigstens drei, vier Wochen fehlen wird. Mit Lucas Albrecht steht lediglich noch ein gesunder Angreifer zur Verfügung. Denn Radovan Vujanovic spielt in den Planungen von Trainer Peter Vollmann keine Rolle mehr. Der 29-Jährige stand in dieser Saison nicht einmal im 18-er Kader eines Pflichtspiels und kann sich einen neuen Verein suchen. Auch die Torlosigkeit - seit 306 Minuten wartet Hansa auf einen Treffer - kann an dieser Einschätzung offenbar nichts ändern. Vollmanns Kommentar zu Vujanovic: "Da trifft einer in der vergangenen Saison in 30 Spielen siebenmal, und der soll uns jetzt weiterhelfen."