Ein Angebot des medienhaus nord

lübz Rotstift beim Lübzer Generationenprojekt

Von zvs | 08.02.2011, 10:37 Uhr

Die Mehrgenerationenhäuser - in unserer Region das in Lübz - werden weiter vom Bund gefördert, allerdings mit geringeren Summen als bisher.

Die Bundesregierung hat die bundesweit 500 Mehrgenerationenhäuser (MGH) bisher mit jeweils 40 000 Euro fünf Jahre lang unterstützt. Ab 2012 soll es befristet auf drei Jahre je 30 000 Euro geben, aber nur für die 450 MGH an deren Finanzierung sich das Land oder die Kommunen beteiligen.

Die Landtagsabgeordnete Barbara Borchardt (Die Linke) freut sich, dass es auf Bundesebene "endlich Bewegung" in der Sache gibt: "Das Mehrgenerationenhaus in Lübz muss weiter bestehen bleiben." Allerdings habe die Landesregierung in Schwerin eine Förderung bislang nicht in Aussicht gestellt. Borchardt: "Das Sozialministerium des Landes erklärte auf meine Kleine Anfrage (Drs. 5/4026), dass es auch weiterhin lediglich Projekte in den Häusern, aber diese nicht selbst fördern wolle." Eine Finanzierung allein durch die Kommunen könne und dürfe nicht die Lösung sein.

Damit schiebe die Bundesregierung den Schwarzen Peter den Ländern oder Kommunen zu, falls das Programm scheitere. Die Leidtragenden seien die Besucher sowie die haupt- und ehrenamtlichen Helfer und letztendlich auch die Kommunen, in denen ein Stück Lebensqualität verloren gehe, wenn die Häuser schließen müssen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 23 Mehrgenerationenhäuser. Mit vielen ehrenamtlich engagierten Menschen unterstützen die Häuser berufstätige Eltern, Menschen, die Angehörige pflegen oder Senioren.