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Ab 2012 sollen Behörden über einheitliche Rufnummer erreichbar sein Landkreis Vorreiter bei Bürgertelefon 115

Von hasz/zvs | 11.08.2011, 11:22 Uhr

Ludwigslust nimmt in MV eine Vorreiterrolle ein: 2012 will die Kommune das Modellprojekt "Kooperative Bürgerbüros und Einführung der Behörden-Rufnummer D 115" umsetzen.

Mit dem die Kommunen übergreifenden Modellprojekt "Kooperative Bürgerbüros und Einführung der Behörden-Rufnummer "D 115" im Landkreis Ludwigslust und der Region Westmecklenburg-Vorpommern" will die Verwaltung näher an die Bürger heranrücken. Allerdings wird das für den Bürger erst im Jahre 2012 Realität. Landrat Rolf Christiansen unterzeichnete vorgestern in Berlin erst den Vertrag zu diesem Projekt. Die Kommune Ludwigslust nimmt in Mecklenburg-Vorpommern damit eine Vorreiterrolle ein, bundesweit wird die 115 bereits erfolgreich eingesetzt.

Unter diesem Zentralruf sollen nach der Freischaltung im kommenden Jahr telefonische Bürgerservices von Kommunen, Landes- und Bundesbehörden vernetzt sein. Im Landratsamt werden die kooperativen Bürgerbüros für die Einführung der einheitlichen Rufnummer weiter entwickelt. In der Folge können Bürger dann kreisweit Auskünfte und Leistungen der öffentlichen Verwaltung über diesen einheitlichen Ruf erhalten.

Das Projekt ist Teil des bundesweiten Modellvorhabens "Daseinsvorsorge 2030 - innovativ und modern - eine Antwort auf den demografischen Wandel". Projektpartner sind das Innenministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern und das Bundesministerium des Innern.

"Besonders ist dabei die Verbindung zu unseren Bürgerbüros, die wir in den vergangenen Jahren erfolgreich etabliert haben", lobt Landrat Rolf Christiansen diesen angekündigten Fortschritt, auch um Bürokratie abzubauen. Menschen erhalten im Landratsamt, in Hagenow und Ludwigslust sowie in den Bürgerbüros der fünf kooperativen, gemeinsam mit Ämtern und Städten betriebenen Bürgerbüros umfassende Verwaltungsleistungen aus einer Hand, informiert das Landratsamt. Dazu kann zusätzlich das Online-Portal der Kreisbehörde, an dem sich acht Kommunen beteiligen, genutzt werden.

Für den Landkreis Ludwigslust wird zudem eine neue Form von Servicecentern als Ergänzung der bisherigen Bürgerbüros geplant. Vorstellbar sind themenbezogene Servicecenter wie "Arbeit und Familie" oder "Kinder & Jugend". Diese zeitlich begrenzten und mobilen Servicecenter könnten zukünftig Informationsstützen darstellen.