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Güstrow Kläranlagen-Besitzer geraten unter Druck

Von hjko/mica | 23.08.2011, 08:00 Uhr

Das Land erhöht beim Thema Abwasser den Druck auf die Untere Wasserbehörden.

Sie sollen durchsetzen, dass ab 2013 alle Einleitungen aus Kleinkläranlagen, die nicht den Regeln der Technik entsprechen, unterbunden werden. Die Problematik einer Technik, die die heutigen Anforderungen erfüllt, ist seit 2005 bekannt. "Im Landkreis Güstrow sind davon etwa 5150 Kleinkläranlagen betroffen. Für 4150 Anlagen ist zwischenzeitlich geklärt, dass sie dauerhaft nicht an eine zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen werden", informiert Kreissprecherin Petra Zühlsdorf-Böhm. Rund 2500 Anlagen seien in diesen sechs Jahren DIN-gerecht gebaut worden, so Zühlsdorf-Böhm. Weitere 650 Eigentümer hätten den Bau neuer Anlagen und das dazu erforderliche Erteilen des neuen Wasserrechts beantragt. Die Realisierung dieser Anlagen laufe gegenwärtig, erläutert die Kreissprecherin.

Für die etwa 1000 Anlagen, die noch nach der DIN-Norm umgebaut werden müssen, sollen bis Ende 2013 Lösungen gefunden werden. Petra Zühlsdorf-Böhm: "Grundlage dafür ist eine Ende 2009 erlassene Allgemeinverfügung des Landkreises, die entsprechende Vorgaben des Landes umsetzt."

Umweltminister Till Backhaus (SPD) bleibt beim Thema Abwasser bei seiner harten Linie. Sein Ministerium weist weiter ausdrücklich darauf hin, dass Verstöße nicht nur Ordnungswidrigkeiten darstellen, sondern auch als Straftaten zu verfolgen sind. Unter Druck geraten könnten dabei auch Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde. Denn sollten sie Kenntnis vom illegalen Einleiten von Abwasser erlangen und nicht einschreiten, würden auch sie sich nach Auffassung des Ministeriums strafbar machen.