Ein Angebot des medienhaus nord

Brüel In drei Stunden ein fertiges Bild

Von Traudel Leske | 19.02.2011, 09:19 Uhr

Dass in fast jedem Menschen ein kleines Talent zum Malen steckt, bewiesen am Donnerstagabend zwölf Frauen und deren Lehrerin Jutta Görres.

Die zertifizierte Mallehrerin für Bob Ross und Jenkins-Maltechniken aus Domsühl hatte wieder zu einem dreistündigen Abendkurs in die Brüeler Volkshochschule eingeladen und versprach: "Am Ende des Mal-Abends können Sie ihr fertiges Landschaftsbild mit nach Hause nehmen." Was zuerst keiner glauben wollte, das wurde jedoch Wirklichkeit. Zum Thema "Der alte Wald" waren am Ende zwölf passable Ölbilder entstanden. Und wenn die Teilnehmer es auch nicht zu einem kleinen Spitzweg oder van Gogh bringen werden, so haben sie doch ihr erstes eigenes künstlerisches Werk vollendet, das bestimmt den einen oder anderen zum Weitermachen animiert. Gebraucht werden nur Leinwand, Farben, Pinsel.

Jutta Görres bedient sich in ihren Malkursen einer ganz besonderen Maltechnik: der Nass-in-Nass-Technik nach Bob Ross oder Jenkins. Bob Ross - er malt unter anderem bei BR alpha - hat diese Technik auf den Markt gebracht und sich in Amerika patentieren lassen. Und Jutta Görres ist in die Schule des Malers gegangen und hat das Handwerk von der Pike auf gelernt. Wie funktioniert diese Maltechnik?

"Gemalt wird auf Leinwand und mit Ölfarben", erläutert die Lehrerin. "Wichtig ist ein feuchter, aber nicht zu nasser Untergrund, auf den dann gemalt wird - ohne Vorzeichnung. Und überschüssige Farben werden immer mit Haushalts-Krepppapier abgetupft. Ich bin vorne an der Staffelei die Vormalerin. Und die Schüler ziehen Schritt für Schritt und Schicht für Schicht nach, bis das Bild vollendet ist. " Und weiter:" Die Nass-in-Nass-Maltechnik ist gut fürs Ego und stärkt das Selbstbewusstsein meiner Schüler", erzählt Jutta Görres. "Viele trauen sich anfangs gar nicht daran. Aus Angst zu versagen. Und staunen dann doch, dass sie richtig gute Arbeiten zustande bringen. Denn das Nass-in-Nass-Malen kann fast jeder, denn es ist ein Handwerk." Die so erworbenen Maltechniken, war weiter zu hören, können auch gut mit anderen Techniken kombiniert werden. Und so kann jeder kreativ, modern, mystisch, exotisch, ganz individuell seinen eigenen Stil finden.

Einige der Schüler haben schon einmal an solch einem Kurs in Brüel teilgenommen (Thema: Wasser, Wolken, Teich, Birken, Himmel). Neu in dieser zweiten Runde war Ann-Britt Ohde. Die 47-Jährige war total begeistert. "Das macht richtig Spaß. Und erst, wenn am Ende solch ein Ergebnis herauskommt."

Der nächste Kurs findet am 14. April zum Thema "Mohnblumen" statt.