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Mühlen Eichsen Himmlische Zeiten im Stepenitztal

Von zvs | 08.02.2010, 01:57 Uhr

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: In Mühlen Eichsen haben am Wochenende die Mitglieder des ECC Sonderschichten geschoben, um die Turnhalle in eine künftige Faschingshochburg zu verwandeln.

Dabei wurde deutlich, wie viel Arbeit die Mitglieder des Eichsener Carnevals Club investieren, damit das närrische Volk aus Nah und Fern ab dem kommenden Wochenende Fasching feiern kann.

"Es ist schon ein erheblicher Aufwand. Fasching ist eben nicht nur Spaß, sondern auch richtig viel Arbeit", sagte ECC-Präsident Reiner Dobbertin inmitten der Großbaustelle Turnhalle. "Wir haben zum Glück aber genügend Helferinnen und Helfer, die sich diesem positiven Stress antun. Etwas schlimmer ist eigentlich das Lampenfieber", verdeutlicht Dobbertin.

Am Sonnabend dieser Woche wird es die erste von drei Abendveranstaltungen geben. Eintrittskarten gibt es allerdings nur noch für den Fasching am Freitag, 19. Februar sowie am Sonnabend, 20. Februar. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Die 38. Saison steht unter dem Motto "Himmel, Hölle und Helau". Dabei lassen sich die Eichsener Narren mit den "höheren Mächten" ein. Blitz und Donner gehören dazu und das Höllenfeuer macht die Faschingsparty wahrscheinlich noch heißer als gewohnt. "Ob es unseren Gästen dann besser im när rischen Himmel oder in der Hölle gefällt, das soll jeder für sich entscheiden", sagt ECC-Präsident Reiner Dobbertin.

Vordringliches Ziel des 53 Mitglieder starken Vereins ist es, den Freunden des Faschings ein abwechslungsreiches und buntes Programm zu präsentieren. Darauf bereiten sie sich monatelang vor. Die Narren wollen aber nicht nur die Lachmuskeln ihrer Gäste strapazieren - ihnen liegt auch die Pflege des karnevalistischen Brauchtums im mecklenburgischen Raum am Herzen.

Der ECC (Eichsener Carnevals Club) war im Jahr 1972 gegründet worden. Die Faschingsveranstaltungen des Vereins erfreuten sich schon damals großer Beliebtheit. Denn es gab die seltene Gelegenheit den sprachlich-politischen Maulkorb in der DDR mal etwas zu lockern.