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Lokales Darwineum wird winterfest gemacht

Von Josefine Rosse | 07.11.2011, 11:55 Uhr

Fasziniert bestaunen die knapp 25 Besucher die Ausmaße des entstehenden Darwineums.

Zum vorerst letzten Mal hatten Interessenten gestern die Möglichkeit, die riesige Baustelle im Barnstorfer Wald zu begehen. Sie waren neugierig und wollten sehen, wie sich das Affenhaus entwickelt hat. Antje Zimmermann, Kuratorin des Zoos, nahm die gespannten Besucher mit auf einen Rundgang über das Areal.

Anfang Dezember ist Richtfest

Das Projekt des Rostocker Zoos soll bis Ende August 2012 abgeschlossen sein. Die Aussichten, dass das Bauwerk bis dahin fertig ist, stehen gut, meint Zimmermann. "Momentan arbeiten wir auch sonntags. Das Darwineum muss winterfest gemacht werden. In den nächsten Wochen sollen alle Öffnungen sowie das Dach geschlossen werden", sagt sie. "Zudem wird in diesem Monat der Fernwärmeanschluss verlegt", ergänzt sie. Für Anfang Dezember ist das Richtfest geplant. "Dem sehen wir freudestrahlend entgegen", so Zimmermann. Danach stünden die Installation der Heizungs- und Lufttechnik sowie die Fels- und Ufergestaltung auf dem Bauplan. "Wir müssen uns auch um die Einbauten kümmern, da diese von den Tieren schnellstmöglich bewohnt werden sollen", sagt die Kuratorin. Insgesamt 40 neue Tierarten sollen in das Darwineum einziehen. Darunter sind unter anderem Galapagos- und Leopardschildkröten sowie Kata-Affen. Des Weiteren wird in einem Teil des Affenhauses ein Korallenriff entstehen. "Das bereitet uns ein wenig Bauchschmerzen. So ein Riff benötigt mindestens ein halbes Jahr, um sich zu entwickeln, das heißt wir müssen im März die Einbauten fertig haben", erzählt Zimmermann.

Eintrittspreise steigen

Zahlreiche Firmen arbeiten an der Umsetzung des Projektes. 28,3 Millionen Euro soll der Bau kosten. Ein Großteil der Summe wird mit Fördermitteln beglichen, mehr als eine Million wurde gespendet. Dennoch musste der Zoo einen millionenschweren Kredit aufnehmen. Das wird sich auch in den Zoo-Eintrittspreisen widerspiegeln: "Die Preise werden steigen", so Zimmermann. So wird das Darwineum über einen Zugang des Zoos erreichbar sein. "Einzelne Tickets, nur für das Affenhaus, wird es nicht geben", so die Kuratorin.