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Arbeitslosenzahlen überdurchschnittlich gesunken

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erstellt am 28.Okt.2010 | 08:34 Uhr

Rostock/Güstrow | Sichtlich erfreut gab Christoph Möller, Chef der Rostocker Arbeitsagentur, gestern die Arbeitsmarktzahlen für Oktober bekannt. Immerhin sind es die geringsten seit Beginn der Zählung in der Region Rostock mit der Hansestadt und den Kreisen Bad Doberan und Güstrow. Einen deutlichen Rückgang gebe es vor allem in der Jugendarbeitslosigkeit, teilte er mit. Allerdings sei der Wermutstropfen nicht zu übersehen: Die demographische Entwicklung spielt bei aller Euphorie eine große Rolle und die Langzeitarbeitslosen und die über 55-Jährigen profitierten nicht in dem Maße von dieser positiven Entwicklung.

Güstrow tickt etwas anders. Der ganze Landkreis fällt aus dem Rahmen. Die Arbeitslosenzahlen sind hier im Vergleich zu anderen Regionen sogar überdurchschnittlich gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt im Landkreis 9,6 Prozent und liegt damit erstmalig unter der Zehn-Prozentmarke. Die Güstrower Quote hat daran einen guten Anteil. Sie sank von 10,2 auf 9,4 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 11,5 Prozent.

2852 Arbeitslose waren Ende Oktober in der Stadt registriert, 254 weniger als im Vormonat und 684 weniger als vor einem Jahr. 1017 Güstrower meldeten sich neu arbeitslos, 1268 konnten ihre Erwerbslosigkeit beenden. 465 von ihnen nahmen wieder eine Arbeit auf, 394 erhielten einen Ausbildungsplatz beziehungsweise eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme. Im Gegensatz zum Trend sank hier auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen auf nunmehr 553, wie auch die der Erwerbslosen im Alter von 55 bis 65 Jahren. Sie beträgt jetzt 466 Personen. Die Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich um 120 zum September.

Freie Arbeitsstellen um ein Drittel gestiegen

Erfreut zeigte sich Christoph Möller auch über eine Zunahme der gemeldeten Arbeitsstellen, die um ein Drittel im Vergleich zum Oktober 2009 anstiegen. Der Güstrower Geschäftsstelle wurden 116 freie Arbeitsplätze gemeldet, 103 mehr als vor einem Jahr. 267 befinden sich noch im Bestand. Die Kräftenachfrage kommt vor allem von Personaldienstleistern, Arbeitgebern aus dem Gesundheitswesen und dem Gastgewerbe sowie dem Handel. Allerdings kamen nur wenige Nachfragen aus dem verarbeitenden Gewerbe. Direkt aus der Industrie kämen kaum Stellenmeldungen, so Möller. Vielmehr bieten Zeitarbeitsfirmen Beschäftigungsmöglichkeiten auch in der Industrie an.

Am 11. November gibt es in der Arbeitsagentur eine Arbeitsmarktbörse "Gesundheit".

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