Arbeit der Musikschule "Carl Orff" gewürdigt

Schon die jüngsten Musikschüler hatten unter der Leitung von Doreen Kröppelin ihren Auftritt. Michael Schmidt
Schon die jüngsten Musikschüler hatten unter der Leitung von Doreen Kröppelin ihren Auftritt. Michael Schmidt

von
30. Oktober 2010, 01:57 Uhr

Nordwestmecklenburg | Wenn das kein Glück bringt: Als 13. Mitglied ist die Musikschule von Nordwestmecklenburg "Carl Orff" in den Kreis der staatlich anerkannten Musikschulen in MV aufgenommen worden. Bildungsminister Henry Tesch überreichte dem Musikschulleiter Hartwig Kessler in Grevesmühlen das Qualitätssiegel.

"Die Musikschule Nordwestmecklenburg ist eine echte Erfolgsgeschichte, die aus dem öffentlichen Leben der Kreisstadt Grevesmühlen und der gesamten Region nicht mehr wegzudenken ist", sagte Tesch. Er würdigte auch das Engagement der Eltern und des 1996 gegründeten Fördervereins. Tesch wörtlich: "Die Arbeit von Fördervereinen ist nicht hoch genug einzuschätzen. Sie ermöglichen viel in Bereichen, in denen wir gegebenfalls nicht mehr helfen können und eröffnen auch Chancengleichheit." Tesch betonte, dass Musikschulen auch die emotionaler Bildung befördere - das sei etwas, was in der heutigen Zeit dringend gebraucht werde.

Begonnen hatte alles vor 20 Jahren. "Als sich am Abend des 22. Oktober 1990 etwa zwölf bis 15 Eltern trafen und über die Gründung einer Musikschule berieten, ahnte wohl noch niemand in unserer Runde, welch rasante Entwicklung sich abzeichnen wird", bilanzierte Musikschulleiter Hartwig Kessler. Damals nahmen 26 Mädchen und Jungen den Unterricht in den Fächern Klavier und Gitarre auf. Inzwischen unterrichten 49 Fachlehrerinnen und Lehrer rund 1000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene im gesamten Landkreis. Der Unterricht in den 32 Außenstellen erfolgt zumeist in den Schulen und Kindertagesstätten.

Welche Entwicklung die Kreismusikschule nahm, zeigt derzeit eine Ausstellung im Grevesmühlener Rathaus. "Dort sehen die Besucher den zwölfjährigen Trompeter neben dem 74-jährigen Tubisten bei einer gemeinsamen Orchesterprobe oder während einer Konzertreise in die Masuren", verdeutlicht Kessler.

Die Vorsitzende des Fördervereins der Kreismusikschule Renate Menzel sagte über die Ausstellung: "Sie zeigt, dass hier im Landkreis mit hoher fachlicher Kompetenz, viel Engagement und mit ganz viel Herzblut musikalisch, kulturelle Bildung und Erziehung gelebt werden."

An der Ausstellungseröffnung nahm auch Nordwestmecklenburgs stellvertretende Landrätin Kerstin Weiss teil. Sie sprach u. a. von einer hohen Qualität des Musikschulunterrichts. Sie betonte im Beisein des Ministers aber auch: "Bei aller Fürsorge für die Einrichtung hat die Verwaltung auch eine Kontrollfunktion. Kritische Fragen müssen erlaubt sein. Insofern hatten wir 2009 vielleicht kein ganz so gutes Jahr." Aber jetzt sei man im Jahr 2010 und die aufgekommenen Fragen hätten zu 99 Prozent geklärt worden können. "Klare Regelungen sind getroffen und die Wogen haben sich jetzt hoffentlich für alle geglättet. Wir wünschen uns für die Zukunft eine vertrauensvolle Zusammenarbeit", so Weiss.

Der Titel "Staatlich anerkannte Musikschule in Mecklenburg-Vorpommern" wird seit diesem Jahr vergeben und unterstreicht die Wertschätzung des Landes für die Musikschulen. Von den 20 geförderten Musikschulen des Landes haben bereits mehr als die Hälfte auf Antrag den Titel verliehen bekommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen