Anschlussbeiträge für Trinkwasser senken

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29. Oktober 2009, 09:00 Uhr

Goldberg | In die Endlosdebatte über Anschlussbeiträge bei Trinkwasser im Landkreis Parchim kommt Bewegung. Das Amt Goldberg-Mildenitz, in dem sieben Städte und Gemeinden zusammengeschlossen sind, hat eine neue Diskussion zu den Themen Beiträge, Kalkulation und Härtefallregelung angestoßen.

Bei der nächsten Mitgliederversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Parchim/Lübz (WAZV) am 16. November soll über einen Antrag des Amtes Goldberg-Mildenitz beraten und wenn möglich entschieden werden.

Nach Angaben von Amtsvorsteher Hans-Helmut Gertz soll die jetzige Kalkulation der Beiträge auf den Prüfstand und einer unabhängigen Überprüfung unterzogen werden. Ein Gutachter muss ran.

Ganz wichtig auch die Höhe der Anschlussbeiträge für Trinkwasser. Die sorgen derzeit kreisweit für großen Unmut.

Diese Anschlussbeiträge sollen spürbar gesenkt werden, hieß es weiter in dem Goldberger Antrag. Derzeit liegen sie bei sechs Euro pro Quadratmeter veranschlagter Fläche. Das Amt Goldberg-Mildenitz schlug nun eine Beitragshöhe von 5,10 Euro pro Quadratmeter vor.

Wichtig ist für Gertz, bei der WAZV-Mitgliederversammlung über verschiedene Finanzierungsmodelle zu reden. Konkret geht es darum, ob die Investitionen in den Ausbau des Trinkwassernetzes künftig noch über Beiträge oder aber über verbrauchsabhängige Trinkwassergebühren abgerechnet werden. Im Amt Goldberg-Mildenitz ist man jedenfalls der Ansicht, dass sich ein Vergleich zwischen diesen beiden Varianten lohnt.

Die Vorgehensweise bei Härtefällen müssten künftig in einer Satzung festgeschrieben werden. Das betrifft diejenigen, die jetzt plötzlich 7 000 Euro oder sogar 10 000 Euro je nach Grundstücksgröße an Beiträgen auch für Trinkwasseranschlüsse zahlen sollen, die noch aus DDR-Zeiten stammen. Das können viele nicht.

Derzeit besteht nach der Abgabenordnung zwar die Möglichkeit, die hohen Anschlussbeiträge in Raten zu zahlen, allerdings mit Zinsen.

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