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Lokales

21. August 2017 | 08:44 Uhr

Angler sollen mehr bezahlen

vom

Rostock | Die Hansestadt Rostock plant, die Preise für Angellizenzen zum 1. Januar 2011 anzuheben. Damit will die Kommune 172 150 Euro im Jahr mehr einnehmen. Das soll einen Reingewinn von 30 000 Euro einbringen. Die Bürgerschaft entscheidet heute über eine entsprechende Beschlussvorlage.

Geht der Vorschlag durch, soll der Jahresbeitrag für Petrijünger von 15 Euro auf 20 Euro steigen. Für Kinder und Jugendliche soll der neue Angelschein in Zukunft zehn Euro im Jahr kosten. So soll das Vorhaben sozial abgefedert werden. Tages- und Wochenkarten sollen jeweils um einen Euro teurer werden - auf dann drei und fünf Euro. "Damit heben wir die Preise auf das durchschnittliche Landesniveau an", sagt Hafenkapitän Gisbert Ruhnke.

Die zahlreichen Angler in Rostock reagieren auf das Vorhaben mit Kritik. "Das lohnt sich ja irgendwann gar nicht mehr", sagt Wilfried Renzsch, 1. Vorsitzender des Sportfischer und Casting clubs in Gehlsdorf, dem etwa 110 Mitglieder angehören. Insgesamt gibt es 7100 Jahreskarteninhaber in Rostock. An Tageskarten setzt die Stadt jährlich 8000 ab. Über die Pläne sei Renzsch noch nicht informiert worden, er lehnt sie mit Verweis auf die zunehmend ausbleibenden Fänge aber ab. "Bei den Wenigen von uns, die noch am Wochenende in der Warnow angeln, kommt nichts heraus", sagt er und ergänzt: "Dafür brauch ich mir dann aber keine Karte mehr zu holen."

Hafenkapitän Ruhnke rechnet von den Erfahrungen anderer Kommunen ausgehend zwar erst einmal mit einem kleinen Absatzeinbruch von zehn Prozent, der werde sich aber früher oder später wieder geben. "Irgendwann werden die Angler wieder losziehen. Es ist ja ihr Hobby", sagt Ruhnke. Die Anhebungen halte er für sozialverträglich. Einziger Haken für ihn: Die Kontrolle der Angler fällt in die Zuständigkeit des Landes.

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erstellt am 07.Sep.2010 | 07:29 Uhr

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