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Angebot an Prignitzer Jugend: "Startet jetzt"

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Wittenberge | Zum fünften Mal startet morgen die Jugend-Messe Jump in der Prignitz. Und das Wort Start ist in diesem Jahr wörtlich zu nehmen, denn das Motto lautet "Starte jetzt". Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Service für Arbeit Prignitz, die im Landkreis für die Betreuung der von Hartz IV Betroffenen zuständig ist, möchte mit der Messe vor allem Jugendliche ansprechen, die noch immer ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sind.

Aktuell werden derzeit im Service für Arbeit Prignitz 1810 Jugendliche im Alter von 15 und 24 Jahren betreut. Davon, so Anke Müller-Behrendt, sind 282 junge Leute ohne Job, 350 suchen eine Arbeit, befinden sich derzeit in Maßnahmen unterschiedlichster Art. "Etliche der von uns betreuten Jugendlichen haben aufgrund mangelnder Schulbildung und schlechter Noten kaum Chancen auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz und bedürfen zusätzlicher Fördermaßnahmen für die Berufsvorbereitung oder aber theoriereduzierter geförderter Ausbildung", macht Anke Müller-Behrendt deutlich. Sie ist seit August Leiterin des so genannten U-25-Teams der Arge Prignitz, also jener Mitarbeiter, die sich speziell um die Jugendlichen kümmern.

Arge-Geschäftsführer Hagen Liedtke erklärt auf "Prignitzer"-Nachfrage, dass die Anforderungen an die Auszubildenden in den letzten Jahren gestiegen seien "durch die Technisierung auch in landwirtschaftlichen Berufen". Die Voraussetzungen, die Schulabgänger mitbringen, reichten nicht selten kaum mehr aus. Liedtke weiß, dass sich "Unternehmen wünschen, den Unterricht praxisbezogener zu gestalten".

Mit der Jugendmesse Jump sollen jungen Prignitzern Perspektiven in der eigenen Region aufgezeigt, etwas gegen die Abwanderung getan werden, unterstreicht Müller-Behrendt. "Starte jetzt" soll verdeutlichen, dass es nie zu spät sei für einen Neuanfang. Und durchgestartet werden soll bei der morgigen Messe, die von 10.30 bis 14 Uhr im Wittenberger Jugendclub "Würfel" in der Bad Wilsnacker Straße stattfindet. Neben zahlreichen Präsentationen, Beratungs- und Unterstützungsangeboten gibt es auch sportliche Wettbewerbe. "Denn durch Sport werden soziale Verhaltensweisen gefördert, beispielsweise durch das Anpassen an einen Partner oder das Respektieren bestimmter Regeln", erklärt die U-25-Teamleiterin. Und die Erfolgserlebnisse, die Sport verschaffen kann, stärkten das Selbstbewusstsein. Dabei geht es morgen um ganz lustige Stationen wie Moorhuhnschießen, Korbballwerfen oder das Vertrauensspiel. Letzteres heißt, dass sich Partner fest aufeinander verlassen müssen, denn der eine bekommt die Augen zugebunden und muss sich von seinem Partner über Hindernisse führen lassen. Zu absolvieren ist aber ebenfalls ein Wissensquiz. "Den drei Siegern winken am Ende tolle Preise", verspricht Müller-Behrendt.

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erstellt am 20.Sep.2010 | 08:54 Uhr

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