Mallorca : Andreas Raelert glänzt

Auf der Radstrecke sieht Andreas Raelert zwar noch Reserveb, trotzdem langte es am Wochenende zum Sieg auf Mallorca. dpa
Auf der Radstrecke sieht Andreas Raelert zwar noch Reserveb, trotzdem langte es am Wochenende zum Sieg auf Mallorca. dpa

Andreas Raelert hat einen perfekten Saisonstart hingelegt. Der 34-jährige Rostocker wurde bei der Premiere des Thomas Cook 70.3-Ironman auf Mallorca seiner Favoritenrolle gerecht und gewann.

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15. Mai 2011, 08:12 Uhr

Rostock | Andreas Raelert hat einen perfekten Saisonstart hingelegt. Der 34-jährige Rostocker wurde bei der Premiere des Thomas Cook 70.3-Ironman auf Mallorca seiner Favoritenrolle gerecht und gewann das Rennen über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen in überzeugender Manier. Im Ziel hatte der "Eiserne" vom TC FIKO nach 3:53:07 Stunden einen Vorsprung von 3:49 Minuten auf den Zweiten, Frankreichs Bertrand Billard. Dritter wurde dessen Landsmann Sylvain Sudrie (3:59:00).

Der sein erstes 70.3-Rennen bestreitende 24-jährige Billard setzte dem Hansestädter aber ganz schön zu. Sechs der späteren besten Zehn waren nach dem Schwimmen gemeinsam aus dem Wasser gekommen. Billard brachte beim Radfahren die Hackordnung ganz schön durcheinander. Auf dem Weg zum Kloster Lluc waren 600 Meter Höhenunterschied zu überwinden. "Ich bin zum Test einfach mal hart angetreten, war plötzlich allein", beschrieb der Franzose seinen Ausreißversuch. Ganze drei Minuten fuhr er bis zur höchsten Stelle heraus.

Beim Laufen macht Andreas Raelert klar, wer Chef im Ring ist

Dahinter bildete sich eine Dreiergruppe mit "Andy" Raelert, dem ITU-Langdistanz-Weltmeister Sylvain Sudrie und dem starken Briten Philip Graves. Auf der serpentinenreichen, höllisch gefährlichen Abfahrt Richtung Inca konnten die Verfolger den Rückstand konstant halten. Keine Chance besaßen zu diesem Zeitpunkt bereits die früheren Hawaii-Sieger Thomas Hellriegel und Faris Al-Sultan. Sie konnten auch auf der folgenden flachen Strecke Richtung Port d´Alcudia keine Zeit gutmachen.

Vor der entscheidenden Laufdistanz hatte Billard drei Minuten Vorsprung auf Sudrie und der wiederum weitere zwölf Sekunden auf Raelert. Das restliche Feld hatte hier bereits nichts mehr mit dem Ausgang zu tun. Auch der hoch gehandelte spätere Vierte, Reutlingens Michael Göhner (im Ziel ein Rückstand von neuneinhalb Minuten) nicht.

Andreas Raelert machte dann auf den vier Runden an der Promenade von Alcudia klar, wer Chef der insgesamt 113 Kilometer ist. Seine gute Lauf-Performance hatte er bereits als Resultat des Trainings verspürt. Locker, flockig schnappte er sich nach wenigen Metern Sudrie und machte Jagd auf den führenden Billard. Der überstand die erste Runde noch in führender Position, spürte aber den aufkommenden Rostocker. Nach der dritten Runde schnappte Andreas ihn sich, verschärfte das Tempo noch und lief fast vier Minuten vor dem Franzosen ins Ziel.

"Beim Laufen musste ich ganz schön Gas geben. Billard war fast drei Minuten vor mir auf die Strecke gegangen. Reserven sehe ich noch im Radfahren. Insgesamt stimmt aber die Leistungskurve auf dem Weg Richtung Hawaii", sagte Raelert und bedankte sich bei den Veranstaltern für die gelungene Premiere.

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