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Lokales

14. Dezember 2017 | 01:56 Uhr

Am "Girls Day" in den Polizeiknast

vom

svz.de von
erstellt am 14.Apr.2011 | 06:36 Uhr

Parchim | Frauenquote hin, Frauenquote her, um den Mädchen Berufe in der typischen Männerwelt schmackhaft zu machen, gibt es seit einigen Jahren den Girlsday. Ein Tag, an dem sich junge Mädchen in den verschiedensten Berufen, vorrangig in der Männerdomäne, umsehen können und erste Einblicke in die Praxis bekommen.

15 Sechs- und Siebtklässler aus der Fritz-Reuter- und der Goetheschule der Kreisstadt sowie vom Crivitzer Gymnasium erkundeten das Parchimer Polizeihauptrevier. "Eine reine Männerdomäne sind wir zwar nicht mehr, aber wir können noch mehr weibliche Beamte einstellen", meinte Revierleiter Waldemar Skrocki. Auch der Leiter der Polizeiinspektion Hans-Peter Günzel ließ es sich nicht nehmen, persönlich die Gruppe zu begrüßen.

Bevor es in den praktischen Teil ging, stellte sich mit Franziska Roocks (21) eine junge Polizistin vor, die selbst über den Girlsday zur Polizei kam. "Erste Einblicke bekam ich bei diesen Besuchen, dann bei einem Praktikum und heute werde ich an der Güstrower Fachschule für Polizei und Verwaltung ausgebildet", erzählt die Polizeimeisteranwärterin, die aus Crivitz stammt.

Von ihr wollten Edona, Julia, Cintia, Yvonne und die anderen wissen, wie sie sich beworben hat und wie die Ausbildung ist. Selbst haben die jungen Damen noch keine richtigen Vorstellungen von ihrem späteren Beruf. Das allgemeine Interesse an der Polizei ohne konkrete Vorstellungen hat sie hierher gebracht. Vorstellen, dass sie vielleicht in diese Berufsrichtung gehen könnten, haben sie aber schon. Swantje aus der Goethe-Schule weiß dagegen schon genau, dass sie später gerne zur berittenen Polizei gehen möchte. "So eine Ausbildung ist in Niedersachsen möglich, in Mecklenburg-Vorpommern haben wir so eine Abteilung nicht", sagt Reinhard Glinka, der Präventionsbeamte der Polizei. "Die Grundausbildung könne man aber hier machen", ergänzt er.

Im praktischen Teil testeten die Mädels die Schutzausrüstung und sahen sich in der Gewahrsamszelle um. "Ganz schön schwer so eine Schutzkleidung und dann soll man darin noch schnell laufen", lautete das einhellige Fazit. Allerdings staunten sie, wie die Kleidung tatsächlich schützt.

Wie bei einem richtigen Tatort kamen sie sich dann bei den Kriminalisten vor.Ähnlich wie man es aus dem Fernsehen kennt, wurde ihnen demonstriert, wie man Fingerabdrücke sichtbar macht. Joline hatte den Mut, sich zum Test auch einmal erkennungsdienstlich behandeln zu lassen. So wurden ein "Steckbrieffoto" angefertigt und die Fingerabdrücke genommen. Dabei kam sowohl moderne, als auch herkömmliche Technik zum Einsatz. Da wurden die Finger geschwärzt und der Abdruck auf einem Papier festgehalten oder per Scanner direkt in den Computer gespeichert.

Zum Ende waren alle Mädchen begeistert, aber sie hatten auch etwas mehr Respekt vor der Arbeit der Polizei an diesem Tage bekommen.

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