Am ersten Advent wird gewählt

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28. Juli 2010, 01:57 Uhr

Gadebusch | Der Wahltermin steht: Am 28. November, dem ersten Advent, werden die Gadebuscher Bürger zur Wahlurne schreiten, das bestätigten gestern Landkreis und die Stadt Gadebusch. Bis Ende Juli musste der Wahltermin stehen, damit noch in diesem Jahr ein ehrenamtlicher Bürgermeister gewählt werden kann. "Zwischen Bekanntgabe des Wahltermins und Urnengang müssen 114 Tage liegen, so schreibt es das Wahlgesetz vor", sagt Bürgermeister Ulrich Howest.

Bis zur Wahl hat die Stadt nun noch einiges zu tun. Wer sich zur Wahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters stellen will, kann sich die entsprechenden Unterlagen im Gadebuscher Rathaus abholen. "Bis zum 27. September müssen alle Unterlagen eingereicht werden. Dann tritt der Wahlausschuss zusammen und prüft, wer zur Wahl zugelassen wird", sagt Hauptamtsleiter Matthias Jankowski. Wenn die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl feststehen, werden die Wahlbenachrichtigungskarten an die Bürger verschickt. "Briefwahl können die Bürger auch beantragen", sagt Jankowski. Wenn es am 28. November zu keiner Entscheidung kommt, findet am 12. Dezember die Stichwahl statt.

Die Entscheidung, dass Gadebusch seinen hauptamtlichen Bürgermeister verliert, kam nicht unvorhergesehen. "So etwas fällt natürlich nicht vom Himmel", sagt Bürgermeister Ulrich Howest. Denn 2004 entschied der Amtsausschuss, dass Gadebusch seinen hauptamtlichen Bürgermeister mit Ende seiner Amtszeit verliert. Dann sollte die Verwaltung der Stadt in eine reguläre Amtsverwaltung umgewandelt werden.

Erst kürzlich stellte die Stadt einen Antrag beim Innenministerium, auf Verlängerung der Geschäftsführung durch einen hauptamtlichen Bürgermeister. Der Antrag aber wurde abgelehnt. "Das ist ein erheblicher Bedeutungsverlust für die Stadt Gadebusch und eine gefühlte Herabstufung. Denn erst musste Gadebusch seinen Kreissitz aufgeben und jetzt seinen hauptamtlichen Bürgermeister", sagt Ulrich Howest. "Dennoch müssen wir das akzeptieren. Es wurde aus juristischer Sicht entschieden", so der Bürgermeister weiter. Für die Bürger der Stadt wird sich nichts ändern. Das möchte Ulrich Howest betonen: "Die Bürger werden von der Veränderung nichts spüren. Das Einwohnermeldeamt bleibt, da ändert sich ja nichts." Ob sich Ulrich Howest zur Wahl stelle, ließ er noch offen. Offiziell endet seine Amtszeit am 4. Oktober. Was danach geschieht, ist noch offen. Die untere Rechtsaufsichtsbehörde entscheidet, wer die Geschäfte der Stadt bis zur Wahl leitet. Bis zur Wahl gebe es drei Möglichkeiten. Zum einen könne die Amtszeit des hauptamtlichen Bürgermeisters um bis zu sechs Monaten verlängert werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Stadt zwei Stellvertreter bestimmt, von denen einer die Geschäfte der Stadt führt oder aber der Landkreis entscheidet sich für einen Beauftragten aus ihrer Mitte, der die Geschäfte der Stadt bis zur Wahl führt.

Ein neuer Leitender Verwaltungsbeamter (LVB) müsse ebenfalls bestimmt werden, wenn die Verwaltung der Stadt in eine reguläre Amtsverwaltung umgewandelt wird. Ausgewählt wird dieser vom Amtsausschuss. Und auch hier kann nur spekuliert werden, wer aus dem Rathaus den Posten übernimmt. Vier Kandidaten besitzen die entsprechenden Qualifikationen. "Für mich kommen alle Amtsleiter aus unserem Haus in Frage", sagt Ulrich Howest. Bleibt also abzuwarten, wer sich am 28. November zur Wahl stellt und ob Andreas Lausen, Matthias Jankowski, Anke Groth oder Rommy Elßner den Posten des LVB übernimmt.

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