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Lokales

17. Oktober 2017 | 22:41 Uhr

Alte Synagoge soll Gedenkstätte werden

vom

svz.de von
erstellt am 08.Jun.2011 | 06:27 Uhr

Rostock | Eine Synagoge an dem Ort, wo die alte 1938 von den Nationalsozialisten niedergebrannt wurde - das könnte sich Rainer Albrecht, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Rostocker Bürgerschaft, durchaus vorstellen. "Oder eine Stätte, an der die jüdische Geschichte aufgearbeitet wird", fügt Albrecht hinzu. Das müsse in Absprache mit der jüdischen Gemeinde überlegt werden. Zunächst einmal regen die Fraktionen der Grünen, der SPD und CDU an, das ehemalige Synagogen-Grundstück auf dem Hof zwischen Hermannstraße und Augustenstraße zu sichern. Das noch nicht näher definierte Ziel ist, an diesem historischen Ort eine Gedenk- und Dokumentationsstätte einzurichten. Darum haben Grüne, SPD und CDU die Stadtverwaltung damit beauftragt zu prüfen, inwiefern ein Kauf oder ein Grundstückstausch möglich wäre.

Eigentümer der bebauten Fläche ist die TLG Immobilien GmbH. Und von dieser Seite gibt es für das Ansinnen der Kommunalpolitiker prompt eine Abfuhr. Kein Interesse am Verkauf, heißt es. Denn die TLG saniert die auf dem Grundstück stehenden ehemaligen Stasi-Garagen gerade. Ein 15-jähriger Mietvertrag mit einem Einkaufsmarkt ist abgeschlossen. Hinzu kommt: Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, wie die TLG mitteilt. An einen Abriss ist also nicht zu denken.

Auch Frank Schröder, Leiter des Max-Samuel-Hauses, ist skeptisch: "Wenn das Grundstück frei stünde, wäre ein Kauf sinnvoll. Aber so halte ich das Vorhaben für unproduktiv."

>> Weitere Informationen zu diesem Thema lesen Sie in den heutigen "Norddeutschen Neuste Nachrichten" oder im epaper.

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