Alles andere als Stillstand

Auch mit über 60 Jahren nicht zu übertreffen: Carl Palmer an seinem berühmten Acryl-Schlagzeug.Uli Grunert
Auch mit über 60 Jahren nicht zu übertreffen: Carl Palmer an seinem berühmten Acryl-Schlagzeug.Uli Grunert

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21. Februar 2011, 07:39 Uhr

Schelfstadt | Die Carl Palmer Band feierte am Sonnabend ihr Debüt im Speicher. Vor Konzertbeginn hieß die spannende Frage: Würde der weltbekannte Schlagzeuger auch ohne seine Mitspieler Keith Emerson und Greg Lake das Schweriner Publikum begeistern können? Um es vorweg zu nehmen - er konnte! Schnell waren sich die Fans einig: Carl Palmers Drumstil hat verglichen mit den glorreichen Zeiten bei Emerson, Lake & Palmer nichts an Kraft und Einfallsreichtum verloren. Der Brite überzeugte auch mit über 60 Jahren als hart arbeitender Hochleistungsschlagzeuger. Ein Meistertrommler, der während seiner Show zusätzlich fürs Auge so einiges bietet.

Früher war Palmer bekannt für den Einsatz von gewaltigen Edelstahl-Schlagzeugen, die mit jeder Menge Gongs, Pauken, Röhrenglocken und eingebautem Percussionsynthesizer versehen waren. Beim Speicher-Konzert verzichtete er auf eine derartige Material-Schlacht, trommelte lieber auf einem eher bescheidenen Ludwig-Acryl-Drum-Set. Ganz klar - hier stand das Musikalische eindeutig im Vordergrund. Palmer und seine blutjungen Mitstreiter Paul Bielatowicz an der E-Gitarre und Simon Fitzpatrick am Bass boten Material aus allen Phasen der ELP-Erfolgsgeschichte: Von "The Barbarian" über "Fanfare For The Common Man" bis zum stimmungsvollen "Nutrocker-Finale" reichte die überzeugende Palette. Eindeutiger Höhepunkt des mehr als zweistündigen Konzerts war eine ganz eigenständige Interpretation von "Pictures At An Exhibition". Am Ende gab es viel Jubel und jeder der wollte, bekam im Anschluss auch noch ein Autogramm vom Meister-Drummer des Prog Rock, der trotz seines Weltruhms ein echter britischer Gentleman geblieben ist.

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