Alle Lehrerstellen in Brandenburg besetzt

Foto: dapd
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10. September 2012, 10:39 Uhr

In Brandenburg ist der Bedarf an neuen Lehrkräften für dieses Jahr gedeckt. Es gebe keine offenen Lehrerstellen mehr, sagte der Sprecher des Bildungsministeriums, Stephan Breiding. Das Land hat in diesem Jahr 450 neue Stellen für Lehrer geschaffen. Davon kommen etwa 150 bis 200 neu eingestellte Referendare aus Brandenburg, also ungefähr ein Drittel. Ein weiteres Drittel besteht aus Lehrern, deren befristete Verträge in unbefristete umgewandelt wurden. Die übrigen Lehrer kommen aus Berlin oder anderen Bundesländern.

Am schwersten war es dabei offenbar, die Lehrerstellen in Berlin-fernen Regionen zu besetzen. So war es zum Beispiel in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin oder der Prignitz sehr schwierig, neue Lehrkräfte zu finden, wie der stellvertretende Leiter des Staatlichen Schulamts Perleberg, Dietmar Menzel, sagte. Letztlich konnten aber auch dort alle 130 freien Stellen besetzt werden.

Vor allem gut qualifizierte Lehreranwärter für Mathematik und die Naturwissenschaften sind Mangelware. Oft scheitere es an den schlechten Noten der Bewerber, sagte Ministeriumssprecher Breiding. Diesen Eindruck bestätigte auch die Vorsitzende des Philologenverbandes Brandenburg, Kathrin Wiencek. "Die gut Qualifizierten zieht es vor allem in die Wirtschaft." Gleichzeitig gibt es laut Ministerium ein Überangebot an Lehrern in den geisteswissenschaftlichen Fächern.

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