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Lokales

13. Dezember 2017 | 17:47 Uhr

Ahoi Kreuzliner! Heute kommt die "Blu"

vom

svz.de von
erstellt am 04.Mai.2010 | 08:51 Uhr

Warnemünde | Auch wenn die Weltwirtschaft vor sich hinkriselt, die Menschen wollen auf ihren Urlaub nicht verzichten. Nur so ist der anhaltende Boom der Kreuzfahrtbranche zu erklären, der dem Warnemünder Hafen 2010 voraussichtlich einen neuen Passagierrekord bescheren wird. "Wir erwarten 113 Anläufe von 33 unterschiedlichen Schiffen. Sie werden 200 000 Gäste an Bord haben", sagt Christian Hardt, Leiter des Bereichs Kreuzfahrt der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock.

Heute erfolgt der Start in die diesjährige Kreuzfahrtsaison mit dem Anlauf des jüngsten Schiffes der Aida-Flotte: Das 252 Meter lange Clubschiff "Aidablu" wird gegen 5.30 Uhr erstmals die Warnowmündung passieren. Ein Schiffskonvoi aus Seenotrettungskreuzer, Feuerlöschboot, Schleppern, Fahrgastschiffen und Kuttern wird "Aidablu" zum Warnemünde Cruise Center begleiten, wo der Schiffsneubau gegen 6 Uhr festmachen soll.

Unter dem Motto "Willkommen zu Hause ,Aidablu" veranstaltet die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock gemeinsam mit der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde und weiteren Partnern und Sponsoren ab 18 Uhr die erste Rostock Portparty des Jahres am Passagierkai. Die beiden Moderatoren Horst Marx und Marko Vogt führen bis gegen 22 Uhr durch ein maritimes Programm mit vielen Informationen rund um die Kreuzschifffahrt in Warnemünde. Schaulustige dürfen sich auf Livemusik und den Shantychor "Luv un Lee", auf das Rostocker Gitarrenduo "Mission for Two", auf das Schlepperballett zu Walzerklängen sowie auf ein achtminütiges Höhenfeuerwerk zum Auslaufen der "Aidablu" gegen 22 Uhr freuen.

"Mit rund 200 000 avisierten Kreuzfahrttouristen aus aller Welt festigt Rostocks Ostseebad seine Position als das beliebteste deutsche Reiseziel für internationale Kreuzfahrttouristen und -reedereien", freut sich Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock, die den Kreuzfahrthafen Warnemünde seit 2002 betreibt.

Ein Ende des Kreuzfahrt-Booms ist nicht in Sicht, das Potenzial in Europa scheint längst nicht ausgeschöpft. "Die Reedereien investieren in Schiffe und erschließen neue Fahrtgebiete", berichtet Hardt. Die Kapazitäten in Rostock seien für die rund fünf Monate dauernde Saison ausreichend, weitere Schiffe fänden im Hafen genügend Platz.

Für den Geschäftsführer des Landes-Tourismusverbands, Bernd Fischer, ist wichtig, dass immer mehr Passagiere auf ihrem Landausflug Mecklenburg-Vorpommern entdecken. Vor wenigen Jahren noch fuhren die meisten Leute nach Berlin oder Hamburg, heute wollen sich zwei Drittel der Gäste den Nordosten anschauen, sagt er. Eine positive Stimmung ist auch beim größten deutschen Kreuzfahrt-Anbieter, der Aida Cruises in Rostock, auszumachen. "Wir sind sehr zufrieden mit den Buchungen", sagt Aida-Sprecher Hansjörg Kunze. Schon 2009 war der Umsatz um 27,6 Prozent auf 722 Millionen Euro im Vergleich zu 2008 gestiegen.

Am 7. Juni sind erstmals vier Schiffe in Warnemünde gleichzeitig zu sehen. Bei früheren Vierfach-Anläufen musste ein Schiff immer in den Seehafen ausweichen. Neu ist auch, dass Schiffe schwefelarmen Treibstoff verwenden müssen, wenn sie im Hafen liegen. Der Kraftstoff darf höchstens 0,1 Prozent Schwefel enthalten, zuvor waren es 1,5 Prozent. Immer wieder hatten auch Warnemünder die Luftbelastung beklagt.

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